
Besucherrekord bei Prunksitzung beflügeln Aa-Blüten
Rund 900 Menschen kamen zur ersten Sitzung der Aa-Blüten in einem Festzelt zusammen – ein absoluter Besucherrekord. Die Veranstalter freuen sich über ihr gelungenes Meisterstück und schmieden bereits jetzt Zukunftspläne, wie sie im Interview verraten.
Hopsten. An sich ist Hopsten nicht die Karnevalshochburg des Tecklenburger Landes. Doch in diesem Jahr war zumindest bei der Prunksitzung der Aa-Blüten alles etwas anders. Rund 900 Menschen kamen zur ersten Sitzung in einem Festzelt zusammen – ein absoluter Besucherrekord. Wie auch die Erwartungen der Veranstalter. Die freuen sich über ihr gelungenes Meisterstück und schmieden bereits jetzt Zukunftspläne, wie Manfred Üffing und Winfried Pohlmann vom Elferrat verraten.
Herzlichen Glückwunsch! Die Hopstener Prunksitzung hat zumindest zahlenmäßig die Prunksitzung der Nachbarorte deutlich abgehängt.
Winfried Pohlmann: Danke. Es war das erste Mal, dass wir in dieser Größenordnung gefeiert haben. Deshalb haben wir auch schon im Vorfeld um Nachsicht gebeten, falls mal das eine oder andere nicht so klappt und nicht alles rund läuft. Aber die Rückmeldungen sind durchweg positiv, es war zu keiner Zeit langweilig und wir haben die Motivation, es im nächsten Jahr wieder zu machen. Wir scheinen alles richtig gemacht zu haben.
Manfred Üffing: Allerdings muss es – bei aller Freude über die gelungene Veranstaltung – weiterhin überschaubar bleiben.
Lief denn alles so reibungslos, wie es sich jetzt anhört?
Üffing: Nein. Gegen 18 Uhr, direkt nach dem Einlass, ist die Heizung ausgefallen. Es musste extra aus Osnabrück ein Monteur kommen. Um 19.15 Uhr lief sie wieder. Zum Glück. Überhaupt waren große Anstrengungen im Vorfeld nötig, schließlich haben wir uns auf absolutes Neuland begeben.
Pohlmann: Wäre die Sitzung jetzt, an diesem Wochenende, wäre es nicht eine solche Herausforderung gewesen. Aber die Kälteperiode vor einer Woche machte uns ganz schön zu schaffen. Die größte Sorge war, dass uns die Wasserleitungen einfrieren. Ein Handwerksbetrieb aus Hopsten hat uns dankenswerterweise eine Schlauchheizung zur Verfügung gestellt.
Wie kam es überhaupt zu der Idee, so groß zu feiern?
Pohlmann: Wir haben seit mehr als drei Jahrzehnten bei Aa-Schmidt im Saal gefeiert. Die Nachfrage wurde immer größer, gleichzeitig haben aber viele Gäste uns mitgeteilt, dass es ihnen im Saal zu eng sei. Da haben wir uns die Frage gestellt, wie es weitergeht: Klein, aber fein oder richtig groß? Am Ende kam alles zusammen: die neue Zusammenarbeit mit der Familie Belling vom Gasthaus Kockmann, die große Unterstützung durch Handel, Handwerk und Gewerbe, durch die vielen Ehrenamtlichen sowie die Möglichkeit, ein Festzelt auf einer Fläche der Firma Siering im Gewerbegebiet Heiliges Feld aufzustellen. So erfüllte sich auch unser Wunsch, als Aa-Blüten in der Nähe der Aa zu bleiben.
Üffing: Das Gewerbegebiet ist natürlich ideal als Veranstaltungsort. Wir sind nicht in unmittelbarer Nähe einer Siedlung, stören so auch niemanden.
Pohlmann: Und Jörg Siering war so begeistert von der Sitzung, dass er uns die Fläche als auch den Strom für die nächsten Jahre unentgeltlich zur Verfügung stellt.
900 Gäste sind schon eine Hausnummer. Gibt es plötzlich einen Karnevalsboom in Hopsten?
Pohlmann: Ich glaube, dass liegt am guten Zusammenspiel von Verein, Festwirt und Publikum. Bei uns feiern mitunter drei Generationen zusammen. Natürlich haben wir auch kräftig die Werbetrommel gerührt. Die ersten Plakate hingen bereits zur Hopstener Kirmes, ab dem 11. November konnten online Karten gekauft werden. Innerhalb von zwei Wochen waren fast 500 Karten weg.
Üffing: Wir hatten anfangs mit 300 Leuten gerechnet, deshalb war auch das erste Zelt nur 20 mal 30 Meter groß. Es ist dann mit der Zahl der Anmeldungen mitgewachsen. Besonders schön war, dass unter unseren Gästen Abordnungen aus Mettingen, Obersteinbeck, Sprakel, Wettringen, Dreierwalde und Hörstel waren – obwohl es vor Ort ja auch jeweils große Prunksitzungen gibt.
Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus? Noch mehr, noch größer?
Üffing: Ich denke, 1000 Menschen sind das Maximum. Viel wichtiger ist, dass wir das Niveau halten, weiterhin ein ansprechendes Programm bieten und sich alle Generationen angesprochen fühlen. Das wird schwierig genug.
Was ist mit einem eigenen Umzug für Hopsten?
Pohlmann: Das wird sehr schwierig, da machen wir uns keine Illusionen. Aber über eine bessere Auslastung des Zeltes, etwa mit einer weiteren Veranstaltung, werden wir nachdenken.

Tel: 05451 933 238
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