
Diskussion um Mehrgenerationenspielplatz in Hopsten
Geht es nach Walter Üffing, Ratsmitglied der Grünen, und seiner Partei, so soll die Gemeinde Hopsten bald einen Mehrgenerationenspielplatz bekommen. Doch aufgrund der hohen Kosten hält sich die Begeisterung bei seinen Mitstreitern in der Kommunalpolitik in Grenzen.
Hopsten. Das Stichwort „Mehrgenerationenspielplatz“ bringt in der Online-Suchmaschine 14 300 Treffer. 2900 Bilder stehen Informationshungrigen außerdem zur Verfügung. Das Thema ist aktuell, überall entstehen solche Anlagen für junge und ältere Menschen. Geht es nach Walter Üffing, Ratsmitglied der Grünen, und seiner Partei, so soll auch die Gemeinde Hopsten bald so einen Spielplatz bekommen.
Üffing stellte im Sommer 2011 im Rat den Antrag, ein ganz bestimmtes Grundstück als Mehrgenerationenspielplatz zu nutzen. Die ausgesuchte Fläche ist 1300 Quadratmeter groß und liegt im Siedlungsgebiet Börnkamp, unmittelbar hinter dem Seniorenheim Anna-Stift und in Sichtweite zur Seniorenwohnanlage Wohngemeinschaft St. Georg. „Ideal“, wie Üffing wieder und wieder betont. Eigentümer der Wiese, die derzeit ein Dasein als Hundeklo und Müllhalde fristet, ist die Gemeinde. Vielmehr sieht der Bebauungsplan genau dort sowieso einen Spielplatz vor, weiß Üffing.
Möglich ist jedoch, dass das Grundstück durch einen entsprechenden Beschluss wieder zum Bauplatz wird. Bei einem Verkauf könnte es – angelehnt an die Grundstückspreise im Börnkamp und in Kreimers Kamp – mehr als 80 000 Euro in die nahezu leere Kasse der Kommune spülen. Aktuell sind Bürgermeister Winfried Pohlmann und seine Mitarbeiter damit beauftragt, zu prüfen, inwieweit der Bau eines Mehrgenerationenspielplatzes gefördert werden könnte. Intensiv diskutiert werden soll das Thema in den Klausurtagungen der Parteien zum Haushalt. Die stehen ab der kommenden Woche an.
Doch Üffing ist zuversichtlich. Hat doch unlängst die Mathias-Stiftung, Betreiberin des Anna-Stifts, das Vorhaben als sehr gut bewertet. Von dieser Seite könnte also Geld zu erwarten sein. Und die Bernhard-Otte-Stiftung, direkt in Hopsten beheimatet, könnte auch aktiv werden, findet Üffing. Aber wird das reichen? Immerhin ist mit einer hohen fünfstelligen, wenn nicht gar einer sechsstelligen Summe zu rechnen. Zum Vergleich: Der Mehrgenerationenspielplatz in der Gemeinde Mettingen wird mit 79 000 Euro kalkuliert, das Vorzeigemodell der Region, der Generationenpark an der Gempt-Halle in Lengerich, hat 100 000 Euro gekostet.
Daher hält sich die Begeisterung bei Üffings Mitstreitern in der Kommunalpolitik in Grenzen. Dass die Idee gut ist und Hopsten davon profitieren kann, ist in allen Parteien Konsens. Ebenso sind sich CDU, SPD, FDP und UWG einig, dass der Bau eines kompletten Spielplatzes hinter dem Anna-Stift angesichts der Haushaltslage eine Illusion bleiben wird. Egal, wie ideal Ort und Stelle seien mögen. Ludger Kleine-Harmeyer, Fraktionsvorsitzender der Union, spricht sich daher dafür aus, Geräte für Senioren in einen schon bestehenden Spielplatz der Gemeinde zu integrieren. Dirk Schmies (SPD) und Reinhard Lah (FDP) fänden es gut, wenn das Anna-Stift oder aber die Seniorenwohnanlage an der Hospitalstraße einen Spielplatz für Jung und Alt auf ihrem Gelände bauen würden.
„Eine solche Idee sollte nicht sofort abgelehnt werden“, sagt Albert Üffing von der UWG. Allerdings sieht auch er Schwierigkeiten in Bezug auf die Finanzierbarkeit. Er hält – und das ist eine weitere Gemeinsamkeit der Ratsfraktionen – den Zeitpunkt der Diskussion für verfrüht: „Da werden Hoffnungen geweckt, die wir nicht erfüllen können. Selbst wenn wir wollten.“

Tel: 05451 933 238
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