Hopsten
Eltern setzen auf individuelle Förderung
22.01.2012

Hauptschule der Zukunft muss vielseitig sein

Was muss eine Hauptschule in der Zukunft leisten, damit sie attraktiv bleibt? Zu diesem Thema haben interessierte Eltern beim Tag der offenen Tür an der St. Georg-Hauptschule Stellung bezogen.

Hopsten. „Hauptschule? Nein danke.“ So oder so ähnlich denken viele Menschen. Am Freitag hat die St. Georg-Hauptschule beim Tag der offenen Tür gegengesteuert und interessierte Eltern informiert. Und die Eltern konnten sagen, was eine Hauptschule in der Zukunft aus ihrer Sicht leisten muss.

„Uns ist egal, was die Leute über Hauptschulen sagen“, erklärt Bianca Emelius. Sie ist von Lengerich nach Dreierwalde umgezogen und sucht eine Schule für ihren Sohn Leon. „Wir wollen heute hauptsächlich wissen, was ihm sein Bauchgefühl sagt. Wenn ihm eine Schule nicht gefällt, dann ist es die letzte Einrichtung, wo ich ihn hinschicken würde.“

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Ihr erster Eindruck von der St. Georg-Hauptschule ist positiv. Die kleinen Klassen gefallen ihr gut: „Da kann man besser auf die Kinder eingehen“, findet sie. Von einer Schule wünscht sie sich, dass sie die Sozialkompetenz ihres Sohnes fördert und ihn auf das Berufsleben vorbereitet. „Er muss da gefördert werden, wo seine Talente liegen.“

Für Wilfried Pohlmann aus Dreierwalde muss der Gesamteindruck stimmen. Er achtet auf das Gebäude, Lehrpersonal, Angebote: „Alles muss berufsnah vermittelt werden, etwa durch Praktika“, sagt er. Das Hauptschulen für manche einen schlechten Ruf haben, ist ihm egal. „Unterschiedliche Meinungen gibt es überall. Aber ich kenne auch nicht viele, die so denken“, sagt er. Für ihn kommt für Tochter Julia entweder die St. Georg-Hauptschule, die Harkenbergschule oder einer der Hauptschulen der Stadt Rheine infrage.

„Unser Sohn ist bisher ganz begeistert“, sagt Birgit Rövekamp-Bruns. Filius Florian erkundet mit seinen Freunden gerade die Schule. „Er würde vielleicht auch auf die Realschule gehen, wo sein Bruder ist“, erklärt sie. „Aber hier hat er bessere Möglichkeiten zur Entwicklung.“ Ihrer Meinung nach muss die Hauptschule der Zukunft „vor allem vielseitig sein.“ Es muss kreative und praktische Angebote geben.

Holger Ringel erkundigt sich, wo seine Tochter Alicia zur Schule gehen könnte. „Man muss auf das Kind persönlich eingehen und es entsprechend fördern“, sagt der Hopstener, „sodass ein Kind wieder Spaß an der Schule hat.“ Das mitunter negative Image der Hauptschulen findet er „Blödsinn“. „Es gibt auch auf dem Gymnasium Leute, die keinen Bock haben“, sagt er. Und ein guter Hauptschulabschluss sei besser, als ein schlechtes Realschulzeugnis. „Da muss man ans Kind denken – und nicht an die Gesellschaft. Wir sollten froh sein, dass es für jeden Bildungsstand eine Schulform gibt.“

Autor: Daniel Lüns
Tel: 05451 933 246

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