
Hopsten rüstet Straßenlampen um
Drei Viertel aller 850 Lampen für die Straßenbeleuchtung in Hopsten sind bereits gegen energiesparende Leuchten ausgetauscht worden. Auch die LED-Technik soll Einzug erhalten. Sechs neue Lampen werden aktuell zwischen Recker Straße und Industriestraße aufgestellt.
Hopsten. 850 Mal geht in Hopsten Abend für Abend ein Licht auf. Oder besser gesagt an. Denn genau 850 Laternen und Straßenlampen gibt es im Töddendorf. In den Siedlungen, entlang der Gemeinde-, Kreis- und Landstraßen. Die meisten von ihnen sorgen umwelt- und energiefreundlich für Verkehrssicherheit und gute Sicht. „Drei Viertel aller Lampen sind bereits mit energiesparenden Leuchten versehen“, erklärt Herbert Harbecke vom Fachdienst Bauen und Wohnen.
Jüngst, also vor wenigen Monaten, wurden rund 160 Straßenlaternen für etwa 60 000 Euro aus dem Konjunkturpaket II so auf den neusten Stand gebracht. Damit sei die kleine Gemeinde sehr gut aufgestellt, finden die Verantwortlichen aus der Verwaltung. „Wir haben schon lange darauf geachtet, dass wir energiesparende Leuchtmittel einsetzen“, sagt Harbecke. In einigen Straßenzügen seien die moderneren Leuchten bereits vor 15 Jahren installiert worden. Dass nun dank der Finanzspritze vom Bund dieser Weg weiterverfolgt werde, sei nur konsequent.
Damit aber nicht genug. Auch die LED-Technik soll entlang der Ibbenbürener Straße Einzug erhalten in den Energiehaushalt. Sechs neue Lampen werden dort – auch auf Initiative der Anwohner – zwischen Recker Straße und Industriestraße derzeit aufgestellt. Harbecke verrät zudem: „Geplant ist ein weiteres LED-Projekt.“ Noch in diesem Jahr sollen 100 marode Langfeldleuchten ausgetauscht werden. Finanziert wird das Vorhaben unter anderem durch eine Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums. Die neue Technik soll Einsparungen von bis zu 70 Prozent bringen.
Neben den energiesparenden Leuchten wird bei Laternen, in denen zwei Leuchten sitzen, nach 22 Uhr eine Leuchte ausgeschaltet. Die Idee, nach 22 Uhr alle Lichter ausgehen zu lassen und das Licht in bestimmten Regionen per Mobiltelefon anzuknipsen, sei allerdings vom Tisch. Die Idee kam im Sommer 2011 von den Stadtwerken Lemgo nach Hopsten. Eine Online-Umfrage unserer Zeitung ergab damals, dass viele Hopstener diese Idee befürworten. „Bei genauerem Hinsehen mussten wir jedoch feststellen, dass das versprochene Einsparpotenzial nicht da ist“, sagt Bürgermeister Winfried Pohlmann. Da An- und Ausschalten der Lampen verbrauche am Ende sehr wahrscheinlich mehr Energie und täte auch der Lebensdauer der Leuchten nicht gut.
Energie und Kosten sparen
Bei der Umrüstung der Straßenbeleuchtung wurde die Gemeinde Hopsten von der RWE Deutschland AG unterstützt. Größtenteils wurden energieintensive Quecksilberdampflampen gegen sparsamere Halogen-Metalldampflampen oder aber LED-Leuchten ausgetauscht. Mit der Sanierung spart die Gemeinde nach Angabe der RWE jährlich etwa 65000 Kilowattstunden und damit rund 60 Prozent des bisherigen Energiebedarfs. Einen Privathaushalt würde eine solche Strommenge rund 15000 Euro kosten.
Lampen und Schilder zerstört - Gemeinde prüft Anzeige
Auf der einen Seite erneuert die Gemeinde Hopsten ihre Straßenbeleuchtung, auf der anderen Seite wird sie zerstört. Wie zurzeit an der Professor-Vershofen-Straße. Fünf doppelflammige Laternen sind dort kaputt. Entweder mutwillig zerstört oder aber aufgrund des Sturms, der am letzten Wochenende im Januar herrschte. „Da sind wir uns nicht sicher, deshalb haben wir auch noch keine Anzeige erstattet“, sagt Petra Moss vom Ordnungsamt.
Hinzu kommen abgeknickte Verkehrs- und Straßennamenschilder sowie ein kaputter Spiegel an der Ecke Bonnikestraße/Eichenstraße. „Das werden wir in Kürze reparieren“, berichtet Herbert Harbecke vom Fachdienst Bauen und Wohnen der Gemeinde auf Anfrage. Die Schadenssumme beträgt einige Hundert Euro.

Tel: 05451 933 238
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