
Mit Herz und Verstand in Reihe eins
Vier Kinder, ein Hund, ein landwirtschaftlicher Haupterwerbsbetrieb, Ehrenämter, zwei bescheidene Hobbys. Langeweile oder zu viel Freizeit kennt Walter Wiesmann nicht. Und nun kommt noch ein Job auf die Liste: Der 50-Jährige ist jüngst zum neuen Ortslandwirt gewählt worden.
Hopsten. Vier Kinder, ein Hund, ein landwirtschaftlicher Haupterwerbsbetrieb, Ehrenämter, zwei bescheidene Hobbys. Langeweile oder zu viel Freizeit kennt Walter Wiesmann nicht. Und nun kommt noch ein Job auf die Liste: Der 50-Jährige ist jüngst zum neuen Ortslandwirt gewählt worden.
Der Hof an der Bannastraße ist sein Elternhaus, ist ein Familienunternehmen. 1982, nach dem plötzlichen Tod des Vaters, übernahm Wiesmann seine Aufgaben. Dabei hätte es auch anders kommen können. Eine Ausbildung zum Schlosser hatte er absolviert, ein Maschinenbaustudium im Blick. Heute sind es viele, viele kleine und große Schweine, um die er sich kümmert, keine Maschinen, sondern lebende Tiere.
Der Landwirtschaft hat sich Wiesmann inzwischen ganz verschrieben, ist dabei seinen Betrieb für Sauenhaltung immer weiter zu spezialisieren. Er ist im Vorstand des Unterhaltungsverbandes Hopstener Aa, opfert Zeit für den Förderverein der Franziskus-Grundschule, den Kolpingfamilienkreis, engagiert sich im Landwirtschaftlichen Kreisverband Steinfurt, war seit 2007 Stellvertreter seines Vorgängers Hermann Borchert. Nun steht er in der ersten Reihe. Dafür ist der gebürtige Hopstener eigentlich gar nicht der Typ – viel Wirbel um seine Person mag er nicht.
Dafür liegt ihm sein neues Amt sehr am Herzen. Die Aufgaben sind vielfältig und umfangreich. Aber, und darauf legt Wiesmann Wert, nicht zu verwechseln mit der Arbeit des Landwirtschaftlichen Ortsvereins. „Wir sind die Ortsstelle, der verlängerte Arm der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen“, erklärt Wiesmann.
Lobbyarbeit auf politischer Ebene, wie sie der Ortsverein betreiben kann und soll, sei nicht die Aufgabe der Ortslandwirte, also von ihm und seiner Stellvertreterin Sigrid Johanning: „Unsere Aufgaben erstrecken sich eher auf den behördlichen Teil, wir sind eine kleine Verwaltungseinheit.“
Verschiedene Anträge, Stellungnahmen zu Bauvorhaben, alles zur Umsetzung der neuen Wasserrahmenrichtlinie, Prämienverfahren und auch Sanktionen sind die Blätter, die den Schreibtisch in der ersten Etage künftig füllen. Ist die Ortsstelle doch Ansprechpartner in allen Dingen, die die Landwirtschaft betreffen.
Viel für ein Ehrenamt. Doch Walter Wiesmann verbindet mit seiner Wahl auch Wünsche: „Ich hoffe, dass wir Landwirte weiterhin eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung behalten.“ Vor allem im Hinblick auf die in der Region aktuell viel diskutierten Stallerweiterungen müsse immer ein guter Dialog zwischen allen Beteiligten gewährleistet sein.
Großes Potenzial sieht er in der Zusammenarbeit mit Sigrid Johanning: „Gemischte Teams sind oft die besseren.“ Haben Frauen doch oftmals eine andere Sicht der Dinge, einen anderen Ansatz. Warum sollten davon nicht auch die Hopstener Landwirte profitieren?

Tel: 05451 933 238
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