
Unter dem Strich passt es
„Das Konjunkturpaket hat uns gut getan“, sagt Bürgermeister Winfried Pohlmann. So sei Hopsten in vielen Dingen fünf, sechs Jahre vor der Zeit: „Aus eigener Kraft hätten wir viele Maßnahmen in so kurzer Zeit nicht umsetzen können.“ Unterm Strich passt also alles. Eine Bilanz.
Hopsten. Eis und Frost – und die Gemeinde Hopsten schaut gebannt auf die Strom- und Gaszähler. Die Frage, was die umfangreiche energetische Sanierung am Schulzentrum gebracht hat, ist spannend. Schließlich sollen die Maßnahmen, die mit Geld aus dem Konjunkturpaket II finanziert wurden, bald Früchte tragen. „Bis zum Jahreswechsel haben wir nicht viel verbraucht. Was die Sanierung wirklich bringt, wird sich erst bei diesem Wetter zeigen“, sagt Haupt- und Schulamtsleiter Markus Raschke.
Ganz genau 813 729 Euro hatte die Kommune für Maßnahmen in der Bildungsinfrastruktur zur Verfügung. 357 647 Euro flossen ins Schulzentrum. Eine von vier Baustellen im Bereich Bildung. Die Hüberts’sche Schule erhielt 115 000 Euro Zuschuss für die Anschaffung von Activeboards, neuen, interaktiven Tafeln. Die Franziskus-Grundschule bekam zwei neue Klassenräume, der Toilettentrakt wurde, wie auch der Eingangsbereich der Schule, umfangreich auf Vordermann gebracht. Für 372 620 Euro.
„Wir waren uns mit der Politik einig, dass wir es durchziehen“, erinnert sich Bürgermeister Winfried Pohlmann. Denn so viele Arbeiten, wie es letztendlich wurden, waren anfangs keinesfalls geplant. Als sich aber abzeichnete, dass an der Schule der Handlungsbedarf größer ausfalle, fiel die Entscheidung, gleich alle Baustellen abzuarbeiten.
Unter anderem deshalb wurden zu den KP-II-Mitteln 65 000 Euro aus der Schulpauschale im Haushalt bereitgestellt. Jetzt, da alles fertig ist, stehen auf der Ausgabenseite 845 267 Euro. Ohne Schulpauschale gerechnet also 31 538 Euro mehr als geplant, mit Schulpauschale gerechnet 33 462 Euro weniger. „Wir sind zufrieden“, sagen Pohlmann und Raschke, sie verbuchen das Ergebnis als Erfolg.
Ähnlich sieht es auch im zweiten Bereich des Konjunkturpaketes aus. 592 823 Euro standen vom Bund für die Verbesserung der Infrastruktur zur Verfügung. Straßenbeleuchtung, Wirtschaftswege und Rathausumbau waren die drei Dinge, die die Hopstener damit finanzierten. Für insgesamt 623 883,83 Euro. Etwas mehr als 9000 Euro über der ursprünglichen Kalkulation liegt der Betrag, in dem sich auch ein Teil der Investitionspauschale wiederfindet.
„Das Konjunkturpaket hat uns gut getan“, resümiert der Bürgermeister. So sei Hopsten in vielen Dingen fünf, sechs Jahre vor der Zeit: „Aus eigener Kraft hätten wir viele Maßnahmen in so kurzer Zeit nicht umsetzen können.“ Unterm Strich passt also alles.
Doch in das Lob mischt sich mitunter leise Kritik. „Es wäre für alle Beteiligten sicher schöner gewesen, den Zeitraum, in dem alles vergeben und abgerechnet werden musste, etwas zu strecken“, sagt Markus Raschke. Das hätte beiden Seiten – Auftraggebern und Auftragnehmern – etwas Druck genommen und am Ende vielleicht sogar zu einem noch besseren Ergebnis geführt.

Tel: 05451 933 238
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