Hopsten
Jahreshauptversammlung der Landfrauen
26.01.2012

Vom Glück, die Qual der Wahl zu haben

Mit einem besinnlichen Einstieg zum Thema „Zeit“ begrüßte die Vorsitzende des Landfrauenverbandes Hopsten, Monika Brockmöller, zur Jahreshauptversammlung. Nach der Kaffeetafel sprach Antje Balters zum Thema „Ach, mach doch, was ich will“.

Hopsten. Mit einem besinnlichen Einstieg zum Thema „Zeit“ begrüßte die Vorsitzende des Landfrauenverbandes Hopsten, Monika Brockmöller, zur Jahreshauptversammlung. Als Gäste hieß sie Irmgard Große-Dresselhaus, Mitglied im Kreisvorstand und Landfrauenvorsitzende aus Schale, und Referentin Antje Balters aus Bremen willkommen.

Monika Brockmöller dankte rückblickend allen, die sich Zeit nehmen für die Arbeit im Ortsverband. Wie sich die Landfrauen engagiert und was sie unternommen haben, daran erinnerte eine Fotowand.

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Nach der Kaffeetafel sprach Antje Balters zum Thema „Ach, mach doch, was ich will“. Ihr Referat handelte von Ohnmacht, Kontrolle und dem Glück, immer eine Wahl zu haben. Die Referentin ist fünffache Mutter und hat nach ihrem Studium in Deutsch, Englisch und Publizistik hauptberuflich als Verlagslektorin gearbeitet und einige Bücher geschrieben. „Vielleicht kennen Sie das Gefühl, wenn Sie den Raum betreten und betretenes Schweigen sich ausbreitet. Sie wissen genau, man hat über Sie geredet – bestimmt nichts Gutes, wie die Minen zeigen“, sagte Balters eingangs und erntete Kopfnicken. Weiter fragte sie in die Runde: „Kennen Sie das Gefühl einen geliebten Menschen zu verlieren, seinen ganzen Besitz oder seinen guten Ruf? Sie fühlen sich absolut ausgeliefert, ohnmächtig.“ Menschen seien im Leben immer wieder mit Umständen konfrontiert, auf die sie selbst nur wenig oder gar keinen Einfluss haben. Dann geschehe es leicht, dass man sich nur noch als Opfer fühle, als Spielball der Umstände: „Das ist ein Gefühl, das lähmt“.

Während die Bremerin spricht ist es mucksmäuschenstill: Die Landfrauen sind beeindruckt und hören gespannt zu. Sogar einige Landfrauen aus Ibbenbüren und Laggenbeck sind unter den Zuhörerinnen. Sie sind extra gekommen wegen des interessanten Vortrages.

Antje Balters machte sich mit den Anwesenden auf den Weg nachzuforschen, ob es nicht doch gangbare Wege gibt aus Lebensangst und Lähmungserscheinungen. Zu den Stationen „Wir haben es nicht im Griff“, „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“, „Die Illusion von Kontrolle“, „Wir haben immer eine Wahl“ und „Wer bin ich wirklich“ führte die Referentin lebensnahe Beispiele an. Sie zog den Schluss, dass man bestimmte Dinge nicht ändern kann, wohl aber den Umgang damit: „Wir haben das Glück, immer eine Wahl zu haben.“ Jeder solle sich seines Selbstwertes bewusst sein, mehr zu sich selber finden und nicht nach dem Bild von sich leben sowie den Mut zu Entscheidungen haben. Das setze Energien frei und die Erkenntnis: „Ich lebe im Hier und Jetzt und muss kein Opfer sein. Vor allem nicht mit dem Wissen: Ich kann nicht tiefer fallen als in Gottes Hand.“ Damit schloss Antje Balters und erhielt viel zustimmenden Applaus.

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