Ibbenbüren
„Jugend musiziert“ in der Alten Sparkasse
07.02.2012

Gitarre läuft Klavier den Rang ab

Rege Betriebsamkeit herrschte am Wochenende in den Räumen der Alten Sparkasse sowie des ehemaligen Jugendamtes direkt gegenüber, denn der Deutsche Musikrat hatte zum 49. Mal zum Wettbewerb „Jugend musiziert“ aufgerufen.

Ibbenbüren. Ist auch alles dabei? Noten und vor allen Dingen das (gestimmte) Instrument? Rege Betriebsamkeit herrschte am Wochenende in den Räumen der Alten Sparkasse sowie des ehemaligen Jugendamtes direkt gegenüber, denn der Deutsche Musikrat hatte zum 49. Mal zum Wettbewerb „Jugend musiziert“ aufgerufen.

Beim Regionalwettbewerb war neben Münster (Horn, Posaune, Bariton, Tuba, Trompete, Klavier vierhändig – dort stellte die Musikschule Ibbenbüren neun von 20 Duos – sowie Block- und Querflöte) war auch Ibbenbüren Anlaufpunkt für junge Musiker aus der Stadt Münster sowie den Kreisen Steinfurt und Warendorf.

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Besonders im Bereich der Sologitarre gab es für die Jury in Ibbenbüren viel zu tun: Allein 59 der insgesamt 174 Teilnehmer (verteilt auf 124 Wertungsspiele) traten in dieser Kategorie an. Doch nicht nur beim Wettbewerb zeigte sich die Gitarre in Ibbenbüren als „stärkstes“ Instrument: Die Gitarristen hätten an der Musikschule – entgegen dem Bundestrend – die Pianisten leicht überholt, erzählt Musikschulleiter Rolf Janßen-Müller.

Ebenfalls nach Ibbenbüren reisen musste, wer sich der Wertung für die Instrumente Oboe, Fagott, Klarinette oder Saxofon stellen wollte; dazu war ein kleinerer Raum ausgewählt worden, während der Konzertraum für die Duos reserviert war. Insbesondere vom Konzertraum zeigten sich viele auswärtige Besucher und auch die Jury sehr angetan, schufen doch die durch die Lamellen der Jalousien fallenden Sonnenstrahlen eine angenehme und warme Stimmung.

In dieser sonnigen Atmosphäre präsentierten die jungen Teilnehmer Barockes, Klassisches und Modernes, gaben – manchmal sichtlich aufgeregt – ihr Bestes, um am Ende vielleicht die Belohnung für das harte Üben der vergangenen Monate zu erhalten: einen der begehrten Preise.

Natürlich sei die Vorbereitung für den Wettbewerb sehr aufwendig, erklärt Rolf Janßen-Müller. Dazu komme, dass die Jugendlichen aufgrund der schulischen Anforderungen immer weniger Zeit fürs Üben hätten. Doch sei die Nachfrage nach Musikunterricht trotzdem ungebrochen, freut sich Janßen-Müller, alle Bereiche, mit Ausnahme der Blechbläser, seien stark nachgefragt.

Insgesamt nahmen in diesem Jahr 290 Kinder und Jugendliche am Regionalwettbewerb teil. 49 von ihnen kommen aus dem Einzugsgebiet der Musikschule Ibbenbüren (28 Ibbenbüren, 14 Hörstel, 7 Recke). 35 junge Musiker erspielten sich einen Preis, 26 davon einen ersten, zwölf qualifizierten sich für den Landeswettbewerb, der vom 21. bis zum 25. März in Köln ist.

Doch zunächst steht für die Ibbenbürener Preisträger ein anderer wichtiger Termin auf dem Programm: Das Preisträgerkonzert, das am 19. Februar um 11 Uhr im Kloster Gravenhorst veranstaltet wird.

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