Ibbenbüren
Dieter Jasper (CDU) zur Kandidatenfrage
08.02.2012

Nochmal nach Berlin?

Die Entscheidung ist noch nicht gefallen, aber Dieter Jasper (CDU; Hopsten) brütet darüber: Bis zum Sommer dieses Jahres will er sich im Klaren darüber sein, ob er als Kandidat für die Bundestagswahl im Jahr 2013 noch einmal zur Verfügung steht. Letztlich entscheidet die Partei.

Tecklenburger Land. Jetzt hat er Druck. Jetzt soll er was sagen: Dieter Jasper (CDU), Mitglied des Deutschen Bundestages, steht ein bisschen überraschend und ein bisschen unfreiwillig vor der Frage: Will ich nochmal, oder will ich nicht? Grundsätzlich, sagt er, will er ...

Die CDU-Kandidatenfrage stellt sich in der Region Münsterland, seitdem vor einigen Tagen eine klare Ansage aus der Domstadt Münster kam: Ruprecht Polenz, CDU-Urgestein und seit einer Ewigkeit im Deutschen Bundestag, macht 2013 nicht weiter. Er wird bei der nächsten Wahl nicht mehr antreten.

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Der angekündigte Rückzug hat zur Folge, dass sich in Münster die Nachfolger warmlaufen. Und in der Region drumherum haben Jens Spahn (Ahaus), Karl Schiewerling (Coesfeld), Reinhard Sendker (Warendorf) und Johannes Röring (Borken) umgehend ihre Ambitionen angemeldet.

Wie sieht es hier, im Wahlkreis Steinfurt aus? „Grundsätzlich kann ich mir vorstellen, noch mal anzutreten“, kommentiert Dieter Jasper das anlaufende Kandidatenkarussell.

Er macht keinen Hehl daraus, dass er persönlich die Diskussion für verfrüht hält. Eigentlich sind die Termine für die Aufstellung nämlich festgezurrt: Am Tag nach Nikolaus, am 7. Dezember, will die CDU das im Wahlkreis Steinfurt erledigen.

Für Jasper ist das ein wichtiger Termin. Ob er noch einmal antreten kann, „das entscheidet meine Partei!“ Er ist vom Votum der CDU abhängig und er weiß das ganz genau. Wie er auch weiß, dass die CDU nach einer Ende des Jahres getroffenen Personalentscheidung „geschlossen hinter dem Kandidaten stehen wird“.

Eine jubelndes „Ich kann, ich will, ich werde“ ist Dieter Jasper auch auf mehrfache Nachfrage bei einem persönlichen Gespräch an seinem privaten Wohnort in Hopsten nicht zu entlocken. Der Amtsinhaber will seine Entscheidung „bis zum Sommer gut überlegen und gut vorbereiten.“

Der Berufspolitiker muss eben auch als Mensch und als Familienvater Verantwortung tragen. Das ganz besonders, weil er weiß, dass eine intensive Diskussion um seinen Doktor-Titel-Fehler unausweichlich auf ihn – und damit auch auf seine Familie – zukommen wird. Zusammen mit seiner Frau Anne will er daher seine Entscheidung „sorgfältig abwägen“.

Lesen Sie den ausführlichen Artikel am Mittwoch in der IVZ.

henbild
Autor: Peter Henrichmann-Roock
Tel: 05451 933 239

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