
Stilllegungsplan der EU für Zeche liegt bereits vor
Das Ende der Produktion für das Bergwerk Ibbenbüren ist zum 31. Dezember 2018 festgelegt, denn der Stilllegungsplan wurde durch die EU-Kommission bewilligt. Das erklärte RAG-Arbeitsdirektor Buhren-Ortmann in der letzten Sitzung der SPD-Fraktion im Stadtrat. Diese hatte die Bergwerksspitze zur Diskussion eingeladen.
Ibbenbüren. Voll war es vor einigen Tagen in der Sitzung der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Ibbenbüren. Zu Gast waren der Arbeitsdirektor der RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH, Jörg Buhren-Ortmann, der Betriebsratsvorsitzende Burkhard Bruns, Markscheider Dr. Peter Goerke-Mallet und sein Vertreter Dr. Michael Drobniewski. Nach der Auftaktveranstaltung Ende November des letzten Jahres ging es nach Angaben der SPD-Fraktion darum, den Gedankenaustausch mit der Zechengeschäftsführung und dem Betriebsrat zu intensivieren. Buhren-Ortmann berichtete zu Beginn des Gesprächs, dass mittlerweile die Bewilligung des Stilllegungsplans durch die EU-Kommission vorliegt. Damit sei das Ende der Produktion für das Bergwerk Ibbenbüren zum 31. Dezember 2018 festgelegt. Für die Bergleute ginge es nun um die geordnete und kostenoptimale Gestaltung und Umsetzung des Abbauplanes bis Ende 2018. Nur so sei ein sozialverträglicher Umgang mit der Belegschaft zu gewährleisten. Gemeinsam mit der Region will das Unternehmen in den nächsten Jahren die Folgenutzung der Bergbauflächen nach 2018 diskutieren und Konzepte entwickeln.
Eine große Aufgabe sei in diesem Jahr die Integration von weiteren 500 Bergleuten, die ab Mai von der Saar nach Ibbenbüren wechseln werden. 300 Bergleute von der Saar seien bereits genauso wie viele Kumpel aus dem Ruhrgebiet integriert worden, sodass man auch diese Aufgabe meistern werde, so Buhren-Ortmann.
Burkhard Bruns betonte, dass man sich aber nicht nur um die aktuelle Belegschaft intensiv kümmere, sondern auch noch weiterhin ausbilden werde. So werde man voraussichtlich erst 2014 die letzten Auszubildenden einstellen und man sei auch schon in Gesprächen über eine zukünftige Nutzung der Ausbildungswerkstatt (siehe Lokalseite 1). Buhren-Ortmann betonte in diesem Zusammenhang, dass man sich der Verantwortung für die Region bewusst sei und man sich auf keinen Fall „wegschleichen“ werde.
Im Rahmen des Gespräches ging es vor allem um die möglichen Folgen des auslaufenden Bergbaus für Ibbenbüren und die gesamte Region sowie den Planungsprozess der möglichen Nachnutzung der Betriebsstandorte. Die Vertreter des Unternehmens bekräftigen ihren Wunsch nach einem frühzeitigen und konstruktiven Dialog mit der Bevölkerung und interessierten Akteuren.
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