Grundlegendes zum Thema Lernen

Ute Horstmann-Koch von der schulpsychologischen Beratungsstelle des Kreises Borken.Foto:
Ute Horstmann-Koch von der schulpsychologischen Beratungsstelle des Kreises Borken.Foto:
(Angelika Hoof)


Gronau - „Erfolgreich lernen in der Erprobungsstufe!?“ lautete das Thema des pädagogischen Themenabends, zu dem die sechs weiterführenden Schulen aus Gronau und Epe in die Aula des Werner-von-Siemens-Gymnasiums eingeladen hatten. Zahlreiche Eltern der derzeitigen Viertklässler folgten den Ausführungen von Ute Horstmann-Koch von der schulpsychologischen Beratungsstelle des Kreises Borken zu folgen.

„In meinem Vortrag wird es nicht darum gehen, welche Schulform für Ihr Kind geeignet ist, denn diese Entscheidung ist in den meisten Fällen schon gefallen. Ich möchte vielmehr auf grundlegende Dinge zum Thema Lernen eingehen und beziehe mich hierbei auf die Theorien von Manfred Spitzer, einem deutschen Psychiater, Psychologen und Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm“, machte Ute Horstmann-Koch deutlich. In seinen Büchern gebe Manfred Spitzer neueste Ergebnisse der Hirnforschung im Plauderton wieder und belege uralte Erkenntnisse wie „Unser Gehirn lernt permanent“, „Wiederholung bahnt Wege“ und „Der Kortex ist landkartenförmig organisiert“ wissenschaftlich durch seine Ergebnisse im Bereich der Hirnforschung.


Anhand der Darstellung eines Gehirns demonstrierte Horstmann-Koch, wie der Mensch lernt, welche Einflüsse positive und negative Impulse, Stress und Angst auf diesen Vorgang haben können und in welchem Zeitrahmen neue Informationen abgespeichert werden. In diesem Zusammenhang warnte sie: „Fernsehen und Computerspiele zerstören das Abspeichern des Gelernten.“ Deshalb sollten Kinder auf solche Aktivitäten auf keinen Fall direkt nach dem Lernen zurückgreifen.

„Mit all diesen Informationen im Gepäck müssen Sie nun selbst entscheiden, wie viel Druck und Stress Sie Ihrem Kind zumuten möchten und können. Beachten Sie aber auf jeden Fall frühzeitige Warnzeichen wie häufige Bauch- oder Kopfschmerzen und reagieren Sie“, so Horstmann-Koch. Lernen solle schließlich Spaß machen und nicht mit Angst verbunden sein, denn auf diese Weise blieb Gelerntes am besten im „Arbeitsspeicher“ hängen.

Im Anschluss hatten die Eltern Gelegenheit, gezielte Fragen an Vertreter der Anne-Frank-Hauptschule, der Hermann-Gmeiner-Hauptschule, der Sophie-Scholl-Hauptschule, der Carl-Sonnenschein-Realschule, der Fridtjof-Nansen-Realschule sowie des Werner-von-Siemens-Gymnasiums zu stellen, die ihnen geduldig Rede und Antwort standen.

VON ANGELIKA HOOF, GRONAU

28 · 01 · 10



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