Hopsten. Das Konjunkturpaket II ist wie eine unerwartete Erbschaft. Ein wahrer Geldregen rieselt auf die Gemeinde Hopsten nieder und viele sollen davon profitieren. Da können lang ersehnte, vielfach besprochene, aber bislang nicht finanzierbare Träume Wirklichkeit werden. Wie immer in wichtigen Fragen in Hopsten, wurden die Details in nicht öffentlichen Sitzungen vorbesprochen und nun Donnerstagabend dem Haupt- und Finanzausschuss vorgelegt.
Zu den ganz dicken Batzen gehört die Erweiterung und Modernisierung des Rathauses an der Bunten Straße. Mehr als 400 000 Euro der 592 000 Euro aus dem Paket für Infrastruktur sollen in ein völlig neues Raumkonzept investiert werden. Ziel sei es unter anderem, die internen Abläufe zu optimieren und Energie einzusparen, erläuterte Bürgermeister Winfried Pohlmann. Die Büroräume mit sechs Mitarbeitern im Nebengebäude sollen geräumt und ins Rathaus verlegt werden. Das Nebengebäude soll dann veräußert werden. Möglicherweise könnte der vorhandene Ratssaal in Büroräume umgewandelt werden. Der Saal mit seinen 120 Quadratmetern sei für die Ausschüsse und den Rat überdimensioniert, so der Bürgermeister. Ein kleinerer repräsentativer Saal - rund 80 Quadratmeter groß - soll am Rathaus angebaut werden. Das erneuerte Rathaus soll zudem barrierefrei zugänglich sein. Dazu ist ein Aufzug geplant, der vom Erdgeschoss ins Obergeschoss reicht. Ebenfalls vorgesehen sind eine Teeküche und eine Toilette für Behinderte. Die Rede war auch von einer Kantine. Nach Berechnung des Architekturbüros Finke aus Schale ist mit Kosten von etwa 450 000 Euro zu rechnen. Der Bürgermeister sprach sich dafür aus, die Maßnahme zeitnah umzusetzen. Als „falsches Signal“ bezeichnete es die CDU-Fraktion, einen neuen Ratssaal zu bauen, denn: „Für die Durchführung der restlichen vier Ratssitzungen können gemeindeeigene Räumlichkeiten in Hopsten (Bürgerhaus Veerkamp, Aula des Schulzentrums) genutzt werden.“ Aus Sicht der FDP sind 450 000 Euro Baukosten zu hoch. Alles Wünschenswerte müsse mit 350 000 Euro zu machen sein.