Prüfung für Rettungshunde beim Ortsverein des DRK Ibbenbüren

Anette Quandt, Margit Jung und Maren Rattmann (v.l.) bewerteten auf umfangreichen Fragebögen die Leistungen der Hundeführer-Teams.
Anette Quandt, Margit Jung und Maren Rattmann (v.l.) bewerteten auf umfangreichen Fragebögen die Leistungen der Hundeführer-Teams.
(Fotos: Brigitte Striehn)


Ibbenbüren. Sie sollen verloren gegangene Beeren- oder Pilzesammler finden, die sich verlaufen haben oder Menschen, die verletzt sind und sich in Not befinden. Wie zum Beispiel im Fall der neunjährigen Kassandra im nordrhein-westfälischen Velbert, die von einem Suchhund in einem Kanalschacht gefunden worden war.

Solche Hunde müssen ausgebildet und geprüft werden. Und so eine große Prüfung für Rettungshunde für den gesamten Bereich Westfalen Lippe richtete der Ortsverband Ibbenbüren des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Wochenende aus.


Ein solcher Test ist in mehrere Abschnitte unterteilt. So mussten die Teilnehmer schon früh am Morgen nach dem Multiple-Choice-Verfahren zahlreiche Aufgaben zu theoretischen Grundlagen wie Einsatztaktik oder Umgang mit Karte und Kompass lösen.

Nachdem alle Teilnehmer die Fragen richtig beantwortet hatten, gingen die Teams aus Hund und Mensch auf die Wiese.

Gastgeber war der Schäferhundeverein Ibbenbüren, der seinen Trainingsplatz an der Groner Allee zur Verfügung gestellt hatte. Das Finden und Anzeigen einer Person in Sichtweite war noch recht einfach, bei der Unterordnung waren jedoch nicht alle Teilnehmer erfolgreich. Die Schiedsrichter waren streng, aber fair, wie die Teilnehmer berichteten. Jeder Prüfungsteil musste mit guten Noten absolviert werden, um überhaupt zum Flächensuchen - der schwierigsten Herausforderung - zugelassen zu werden.


Unterordnung ist ein wichtiger Prüfungsteil, der über die Zulassung zur Flächensuche
Unterordnung ist ein wichtiger Prüfungsteil, der über die Zulassung zur Flächensuche
(Fotos: Brigitte Striehn)


Margit Jung aus Altenkirchen ist stolz darauf, dass sie als Prüferin arbeiten kann. Die Hürden dafür sind hoch: Neun bestandene eigene Prüfungen bei der Flächen- und Trümmersuche, eine längere Anwärterzeit und Tätigkeit als Ausbilderin kann die Hundenärrin nachweisen. Gemeinsam mit Anette Quandt aus Greifswald und Maren Rattmann aus Stormarn bewertete sie die neun angetretenen Teams. Vier davon hatten am Samstag alle Tests bestanden: Katja Littke, Simone Dörjes, Jörg Hohmann und Sandra Maasjost.

Hundefreunde, die sich auf eine Rettungshundeprüfung vorbereiten wollen, brauchen neben einer fundierten Ausbildung vor allem eines: viel Geduld. Zwei bis drei Jahre Training sind erforderlich, bis ein Team sich den Anforderungen stellen kann. Die Rasse des Tieres spiele keine so große Rolle, erklärte Marc Latza vom DRK Ibbenbüren, in dessen Händen an diesem Wochenende die Organisation liegt. Die Tiere sollten nicht zu klein sein, damit sie im Wald gut über Hindernisse springen können. Andererseits muss sie der Besitzer tragen können, wenn sie verletzt oder erschöpft sind.

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04 · 10 · 09




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