Übernachtungszahlen steigen in Ibbenbüren weiter an

Das Unterwasser-Paradies in Dörenthe sorgt mit für steigende Übernachtungszahlen in Ibbenbüren.
Das Unterwasser-Paradies in Dörenthe sorgt mit für steigende Übernachtungszahlen in Ibbenbüren.
(Foto: Elke Lutterberg)


Ibbenbüren. "An guten Sonntagen“, erklärt Norbert Jorek und legt die Betonung auf gut, womit er schönes Wetter meint, habe sein naturagart samt Unterwasserwelt im vergangenen Jahr bis zu 3000 Besucher gezählt. Der Sommer 2008 war wohl eher zum Abgewöhnen, doch das ficht Taucher nicht an: „Sonntags bis zu 300 Tauchgänge“, hat der Dörenther Über- und Unterwasser-Unternehmer registriert. Unterm Strich ist er mit der Saison im Reinen.

Wo soviel Sahne fließt, können auch andere buttern: „Einen wesentlichen Beitrag zur positiven Entwicklung unseres Tourismus leisten die auch überregional bekannten Ausflugsziele Dörenther Klippen und der Naturerlebnispark Jorek. Insbesondere der Unterwasserpark lockt zahlreiche Übernachtungsgäste auch aus weiter entfernt liegenden Regionen wie zum Beispiel Bayern nach Ibbenbüren“, berichtet Sabine Simikin-Escher von Stadtmarketing Ibbenbüren.


Die Taucher reisten häufig auch mit Familienmitgliedern oder Freunden an, die am Tauchsport weniger interessiert seien. Diese suchten die Innenstadt auf oder nutzten andere Freizeitangebote vor Ort. „Viele kommen von weither angereist, manchmal in Gruppen bis zu 50 Personen“, bestätigt Norbert Jorek. Kostenbewusste logierten schon mal in der Jugendherberge Tecklenburg, erst recht profitierten die Ibbenbürener Herbergen. „Ich weiß von Hoteliers, die Garagen für Taucher freimachen, damit diese Gäste ihre Taucheranzüge trocknen können“, lobt Norbert Jorek die Flexibilität des heimischen Gastgewerbes.

Auch das Interesse an Wandertouren im Teutoburger Wald sei mit der Vermarktung der „Hermannshöhen“ (Hermannsweg und Eggeweg) als überregionaler Wanderweg und unter dem Dach der „Top Trails in Deutschland“ sehr gestiegen, was ebenfalls zu zusätzlichen Übernachtungen führe, erläutert Sabine Simikin-Escher weiter.

„Der Hermannsweg ist ein wichtiger Baustein unserer Tourismusoffensive“, assistiert Landrat Thomas Kubendorff. Knapp 60 des insgesamt 160 Kilometer langen prominenten Höhenweges führen durch den Kreis Steinfurt. Die Gedenkfeiern zu „2000 Jahre Varusschlacht“ irrlichtern bereits durch diverse Planungen. Ob auch Hermannsweg-Anrainer Ibbenbüren auf den fahrenden Zug springt, weiß Sabine Simikin-Escher noch nicht: „Wenn die Stadt in dieser Richtung etwas unternimmt, dann sicherlich in Kooperation mit dem Kreis.“

Für Statistik-Freaks folgende Zahlen: In Betrieben mit neun Betten und mehr übernachteten in Ibbenbüren im vergangenen Jahr 51 492 Gäste und damit 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Ankünfte lag mit 29 594 sogar um sechs Prozent höher. Sehr zu dieser positiven Entwicklung beigetragen haben die Ankünfte und Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland. Hier ist bei den Ankünften sogar eine Steigerung von über 14 Prozent und bei den Übernachtungen ein Plus von 3,6 Prozent zu verzeichnen.

Allein aus den Niederlanden kamen voriges Jahr fast elf Prozent mehr Gäste in Ibbenbüren an. Die Anzahl der Übernachtungen stieg bei den Holländern um 5,7 Prozent. Seit 1998 haben sich die Übernachtungszahlen in Ibbenbüren damit um immerhin 132 Prozent erhöht und damit mehr als verdoppelt.

VON KLAUS ROTTE, IBBENBÜREN

22 · 02 · 09






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