Metelen - Ungedämmte Geschossdecken, alte Fenster, Heizungen auf Dauerbetrieb - wenn Stephan Düker seine Runde durch die Bezirke Metelen und Ochtrup macht, stößt er immer wieder auf Energieverschwendungen. Gleichzeitig werden die Klagen über die hohen Heizkosten gerade jetzt zu Beginn des Winters wieder lauter. Der 26-jährige Schornsteinfegermeister, der seit 2002 im Betrieb von Bezirksschornsteinfeger Alfred Isfort aus Langenhorst arbeitet, kann einige Möglichkeiten nennen, mit wenig Geld und Aufwand bei den Heizkosten zu sparen.
„Wenn es eine Nachtabsenkung an der Heizung gibt, sollte man die auch nutzen“, erklärt er. Bei vielen seiner Kunden liefe die Heizungsanlage 24 Stunden am Tag durchgehend. Das sei jedoch unnötig. „Nachts kann man die Temperatur in den Räumen ruhig um fünf bis acht Grad absenken.“ Ganz aus sollte die Heizung nachts jedoch nicht sein. Denn dann verbraucht sie morgens mehr Energie, um die nötige Temperatur zu erreichen. „Ich habe das bei mir mal eine Woche lang getestet und habe im Endeffekt mehr Gas verbraucht, als wenn ich die Heizung abgesenkt hätte. Die Wände kühlen dann zu stark aus“, berichtet Büker. Zudem benötigten die meisten Heizungen keine 70 Grad Vorlauftemperatur. „50 Grad reichen fast immer.“ Nur in schlecht isolierten Altbauten müsse das Heizungswasser manchmal heißer sein. Gleiches gelte für die Temperatur des Wassers aus dem Hahn. „Auch dort reicht eigentlich immer 50 Grad. Was bringt es, wenn man sich beim Händewaschen oder Spülen verbrennt?“, fragt der Energieberater. Jedes Grad weniger spare Kosten. „Wer sich bei seiner Heizung unsicher ist, kann auch den Schornsteinfeger fragen“, sagt Büker, der bei seinen „Besuchen“ in den Heizungskellern seiner Kunden auf Spar-Möglichkeiten aufmerksam macht. Zudem sei es wichtig, die Türen unbeheizten Räume zu schließen und die beheizten Räume nicht mehr als nötig zu erwärmen. „Jedes Grad mehr verbraucht sechs Prozent mehr Gas.“