OPERNINSZENIERUNG_
Spannung für Eltern und Kinder in Schlickelde

Die Schüler der Schlickelder Marien-Grundschule brachten „Die Zauberflöte“ in der Berentelghalle auf die Bühne.
Die Schüler der Schlickelder Marien-Grundschule brachten „Die Zauberflöte“ in der Berentelghalle auf die Bühne.
(Foto: Dietlind Ellerich)


Schlickelde. „Tamino, du bist bewusstlos“ - mitten im Geschehen gibt Gregor Braun die Regieanweisung, macht dem Jungen damit deutlich, dass er nach seinem Kampf mit der Schlange liegen bleiben muss, und stellt dann Papageno, den lustigen Vogelfänger, vor.

Ganz wie in einer großen Aufführung ging es am Mittwochmorgen in der Berentelghalle zu. Die Kinder der Schlickelder Marienschule und ihre Eltern erlebten eine Operninszenierung der besonderen Art. Gemeinsam mit Irene Hahn und Gregor Braun brachten die Schüler „Die Zauberflöte“ auf die Bühne, in diesem Fall auf das Spielfeld. Und die beiden Sänger von der Kinderoper Papageno hatten aus Wien alles mitgebracht, was zu einer richtigen Oper dazugehört. Kostüme, Requisiten und natürlich die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, den die Mädchen und Jungen in den vergangenen Wochen schon im Musikunterricht kennengelernt hatten.


Zunächst gibt es eine kurze Einführung in Mozarts Leben und Werk, dann werden auch schon die Schauspieler für die Hauptrollen und, für eine Oper unerlässlich, die Dirigentin gecastet. Schnell steht die Schlange für ihren Einsatz bereit - ein Geschöpf aus Kopf, mehrgliedrigem Körper und einem Schwanz, „damit es echt aussieht, kommt noch eine Haut darüber“, und fertig ist das Ungetüm! Im Wechselspiel von Proben, Spielen und Singen entsteht die Geschichte um die Befreiung einer entführten Prinzessin, um schwere Prüfungen für einen Prinzen, um zwei sich findende Liebespaare und die Kraft der Zauberinstrumente, mithilfe derer das Paar unbeschadet Feuerglut und Wasserflut übersteht. Natürlich finden sich am Schluss alle, und das ist auch gut so, denn die Geschichte ist ganz schön spannend und die kleinen Schauspieler und Zuschauer sind mit vollem Eifer dabei.

Auch die Schüler, die keine großen Rollen spielen, werden in die Handlung eingebunden, sind als Bühnenarbeiter. („Ohne die funktioniert nämlich gar nichts.“) im Einsatz oder spielen die Menge der singenden und tanzenden Sklaven. Alle sind mit Begeisterung dabei, und nach einer kurzweiligen Stunde sind auch einige Eltern um eine Erkenntnis reicher. Jetzt habe sie die Zauberflöte erst richtig verstanden, erklärt eine Mutter schmunzelnd.


03 · 03 · 10


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