SCHULANMELDUNGEN_
Mettinger Gymnasium hat nur noch drei fünfte Klassen
Mettingen. Die Mettinger Schulen verlieren in ihren Eingangsklassen 1 und 5 in diesem Sommer insgesamt 87 Schüler. Das zeichnet sich nach Ablauf der Anmeldefristen in der Tüöttengemeinde ab. In den drei Grundschulen werden im Vergleich zum vergangenen Jahr 41 i-Dötzchen weniger das Lesen und Schreiben lernen. Hauptschule, Realschule und Gymnasium haben zusammen 46 Fünftklässler verloren. Am Kardinal-von-Galen-Gymnasium sowie an der Marien- und der Ludgeri-Grundschule fällt jeweils eine Klasse weg.

Heftig trifft der Rückgang das KvG-Gymnasium: Nur 77 Anmeldungen liegen dort für die Stufe fünf vor. Das sind 30 weniger als im vergangenen Jahr. Dadurch wird es statt der üblichen vier nur drei Eingangsklassen geben. 15 neue Schüler kommen in der Klasse elf hinzu.„Wir haben 18 bilinguale Anmeldungen“, berichtet Reimund Hermes, stellvertretender Schulleiter. Eine zweisprachige Klasse werde es daher nicht geben. „Wir werden uns zusammensetzen, und überlegen, wie wir die Bilingualität auf andere Weise sichern können“, sagt Hermes. Zudem werde man sich selbstverständlich auch mit dem großen Anmeldungsrückgang an sich auseinandersetzen.


Der demografische Wandel ist ein Teil der Erklärung. Denn aus den vierten Klassen der drei Mettinger Grundschulen werden in diesem Sommer nur 143 Schüler entlassen. Im vergangenen Jahr waren es noch 37 mehr. „Die Schulen werden künftig mehr um ihre Schüler kämpfen müssen“, sagt Mettingens Hauptamtsleiter Werner Boberg. Diese Erkenntnis hat sich auch am KvG-Gymnasium bereits durchgesetzt. „Wir sehen die Situation als Herausforderung“, sagt Reimund Hermes. „Wir müssen unsere Vorzüge in Zukunft noch mehr entwickeln.“ Dass die Schule die Ressourcen dazu habe, davon sei er überzeugt, erklärt er. Die neuen Fünftklässler kommen im Wesentlichen aus Mettingen, Westerkappeln und Lotte, nebst Ortsteilen. Vereinzelt seien auch Ibbenbürener angemeldet, sagt Hermes. Den Hauptrückgang - nämlich gut 30 Schüler - verzeichnet die Schule direkt in Mettingen.

Einen richtigen Einbruch bei den Zahlen der i-Dötzchen verzeichnen auch die Marien-Schule in Schlickelde und die Ludgeri-Grundschule. Starteten in Schlickelde im vergangenen Jahr noch 38 Kinder ihre Schullaufbahn, werden es in diesem Sommer gerade einmal 19 Mädchen und Jungen sein. In der Ludgeri-Schule wird es 49 i-Dötzchen geben. 2009 waren es noch 68. „Es fallen praktisch zwei Klassen weg“, erklärt Werner Boberg. „Die Marienschule wird einzügig und die Ludgeri-Schule zwei- statt dreizügig.“

Am wenigsten Schüler büßen dagegen die Josef-Hauptschule und die Paul-Gerhardt-Grundschule ein. An der Hauptschule werden nach den Sommerferien 50 neue Schüler von den Grundschulen in den fünften Jahrgang wechseln - nur einer weniger als zum Schuljahr 2009/2010. „Die meisten von ihnen kommen aus Mettingen“, sagt Schulleiterin Selma Kötter-von Bargen. „Einige aus Bockraden.“ In Grenzen hält sich der Schülerrückgang auch in der Paul-Gerhardt-Schule. 2009 wurden dort 45 Erstklässler eingeschult, in diesem Jahr werden es 42 sein.

An der Kardinal-von-Galen-Realschule sind 95 Kinder angemeldet. Im vergangenen Jahr waren es 110. Der Großteil kommt aus Mettingen, einige aus Lotte, Westerkappeln und Laggenbeck. „Dadurch, dass es weniger Anmeldungen aus Mettingen gab, konnten wir mehr Schüler von außerhalb aufnehmen“, sagt Schulleiterin Mechthild Terdues. Das gefalle ihr recht gut, bekennt sie offen, denn sie spreche nicht gern Ablehnungen aus. „Jetzt freue ich mich, dass alle, die ihr Kind zu uns schicken möchten, auch den Platz bekommen.“


08 · 03 · 10



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