Drei Tiere für die Sechstklässler des KvG-Gymnasiums

Die Klasse 6b hat die Patenschaft für ein Erdmännchen, eine Vogelspinne und einen Rotschnabeltukan im Osnabrücker Zoo übernommen. Englischlehrerin Rita Krieger (hinten r.), Klassenlehrerin Nicole Schulte und Deutschlehrerin Eva Theidel unterstützten das Projekt.
Die Klasse 6b hat die Patenschaft für ein Erdmännchen, eine Vogelspinne und einen Rotschnabeltukan im Osnabrücker Zoo übernommen. Englischlehrerin Rita Krieger (hinten r.), Klassenlehrerin Nicole Schulte und Deutschlehrerin Eva Theidel unterstützten das Projekt.
(Foto: Dietlind Ellerich)


Mettingen. Tiger, Elefant oder gar ein Nashorn – was darf es sein? Vor dieser Frage standen die Mädchen und Jungen der damaligen Klasse 5b des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums im vergangenen Schuljahr. Sie hatten sich entschlossen, eine Patenschaft für ein Tier im Osnabrücker Zoo zu übernehmen.

„In unserem Englischbuch ging es um Zoopatenschaften in Chester in England“, erklären die Elfjährigen. So kamen sie auf die Idee, selbst ein Tier zu adoptieren. Dass dafür Geld gesammelt werden musste, war klar. Schließlich verpflichten sich die Schüler mit der Patenschaft für ein Tier, einen Teil der Kosten für Pflege und Unterbringung zu übernehmen. Mit vereinten Kräften und Unterstützung ihrer Eltern und Lehrer kamen 187 Euro zusammen.


„Was können wir dafür bekommen?“, fragten sie sich und die Zooleitung, und vor allen Dingen: „Welches Tier wollen wir?“ Diese Entscheidung mussten sie selber treffen. Auf Nachfrage schickte der Zoo eine lange Liste mit Tieren, für die sie Patenschaften übernehmen könnten. „Eigentlich wollte jeder etwas anderes“, erinnern sich die Mädchen und Jungen. Tiger, Elefant oder Nashorn standen hoch im Kurs, waren aber viel zu teuer. Mehrere tausend Euro hätten sie für eine solche Patenschaft sammeln müssen.

Billiger waren die kleineren Tiere. Warum also nicht mehrere davon, lautete die Idee. Nach einigem Hin und Her stand die Entscheidung fest: Ein Erdmännchen zu 102 Euro, eine Vogelspinne zu 30 Euro und ein Rotschnabeltukan zu 50 Euro sollten es werden. Der Vertrag wurde geschlossen, das Geld überwiesen. Die Klasse, mittlerweile ist es die 6b, hat bis zum 31. Mai 2009 die Patenschaft für die drei Tiere übernommen.

Kurz vor den Sommerferien war es endlich soweit. Die von Zoodirektor Reinhard Coppenrath unterzeichnete Patenschaftsurkunde flatterte ins Haus.

Natürlich haben die Schüler ihre Tiere mittlerweile auch besucht und dabei festgestellt, dass sie mit einem Namensschild auf dem Partnerschaftsbaum verewigt sind. Wenn die aktuelle Patenschaft beendet ist, wollen sie wieder sammeln gehen. Für welches Tier? Und wieder hört man leises Gemurmel in der Klasse: „Tiger, Elefant oder Nashorn?“ Dann etwas lauter der Vorschlag: „Vielleicht ein Klippschliefer!“ Was das ist? Aufgrund seiner Größe (wie ein Kaninchen) sicherlich finanzierbar.


04 · 09 · 08



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