Recke. Viel Fantasie bewiesen die Narren im Recker Rosenmontagszug und Bewusstsein für Farbe. Ob die Nachbarn von der Ringstraße, die im roten Zigeunerwagen mitfuhren, ob die Crazy Chicken Girls, die in leuchtend bunten Kostümen glänzten, oder die Gruppe Thoma, die als leuchtend rote Käferchen mit schwarzen Punkten an die Marienkäferplage erinnerten - sie alle sorgten für knallige Farbtupfer in der fröhlichen Jecken-Karawane.
Und nicht nur die Ausgestaltung der Wagen rang dem gut gelaunten Publikum, das mit den Narren gegen die Kälte anfeierte, Respekt ab.
Johannes Hille von der RKG, der auf der Hauptstraße als Zugmoderator in Aktion war, schien beeindruckt. „Wer kann denn bei Euch Kamele bauen?“. Das wollte er zum Beispiel von den Nachbarn der Droste-Hülshoff-Straße wissen. Sie hatten Kamele im Rathaus ausgemacht. Und das hatten sie vor das sprichwörtliche Nadelöhr gestellt, durch das es ihrer Meinung nach müsste, wenn es den Kunstrasen erreichen wollte.
Der Kunstrasen beschäftigte auch die Narren aus dem „Clubraum“. „Bürgerbegehren hin, Bürgerentscheid her, der Kunstrasen muss trotzdem her“, verkündeten sie.
Lokalkolorit brachten auch die Karnevalsfreunde König Rabbke mit. Ihrem Wagen schritt der Sagen-König voran, an dessen Namen sie erinnerten. Die Gruppe „Wesersport“ juxte als „Winterdienst“ über die Streusalzknappheit und die Mettinger Landjugend forderte „Ackerland for love“.
Auch bunte Themen wie 50 Jahre Sandmann, Western, Jim Knopf, Heidi, Piraten, das schottische Loch Ness oder der Film „Wickie und die starken Männer“ inspirierten die Narren. Selbst Themen wie der Abgang der Glühbirne oder der Klimawandel wurden närrisch interpretiert.
47 Zugnummern hatte die RKG für diesen Rosenmontagszug vergeben. Sechs Spielmannszüge sorgten im Zug für Rhythmus und gute Laune.