Recke. „Wir sind hochzufrieden“, schwärmt Reinhard Kampling, Pressesprecher der CDU Recke/Steinbeck, über den 9. Politischen Aschermittwoch in Recke.
2000 Stühle hatten die Organisatoren von der Recker CDU von vornherein im Zelt aufgestellt. Bei Beginn der Veranstaltung habe man noch zwischen 200 und 300 Stühle dazustellen müssen. „2300, vielleicht sogar 2400 Leute sind also im Endeffekt wohl da gewesen“, sagt er angesichts der Tatsache, dass etliche Zuhörer auch den ganzen Abend lang im Thekenbereich gestanden hätten.
Mittlerweile habe die Recker CDU schon Stammpublikum bei ihrem Politischen Aschermittwoch. So habe er um kurz nach 18 Uhr bereits Gruppen im Zelt angetroffen, die sich die Wartezeit mit Kartenspielen vertrieben hätten. Sie seien eigens früh gekommen, um ganz vorne Platz zu finden.
„Für uns vom CDU-Ortsverein gilt jetzt die Devise „Nach dem Aschermittwoch ist vor dem Aschermittwoch“, so Kampling, denn jetzt gelte es, sich auf den ersten runden Geburtstag dieser Veranstaltung vorzubereiten.
Im nächsten Jahr gibt es das Polit-Spektakel schon zum 10. Mal.
„Und wir haben auch die Rückmeldung bekommen, dass dies ein Aschermittwoch von guter politischer Qualität war“, freut sich Kampling. Sowohl Polit-Unterhaltung als auch inhaltlich Profundes habe der Abend geboten. Das Konzept der „Mischung aus flotten Sprüchen und substanziellen politischen Aussagen“ sei „gut angekommen“.
Damit sieht der CDU-Ortsverein Recke/Steinbeck sein Konzept rundweg bestätigt. Das sei ein absolutes Erfolgsmodell, so Kampling. „Mit trocken dargebotener Politik, die vorwiegend aus Versprechen besteht, kann man heute niemanden mehr locken.“ Das hänge womöglich auch mit dem veränderten Medien-Konsumverhalten zusammen. „Wer guckt sich noch eine total langweilige Talkrunde an?“
So sei zum Beispiel auch die Diaschau von den Aschermittwochsveranstaltungen der Vorjahre gut angekommen und die bessere Qualität der Leinwände, auf denen das aktuelle Geschehen auf dem Podium in jedem Winkel des Zeltes mitzuverfolgen war. „Horst Thiele und Paul Stark haben das toll gemacht.“ Überhaupt sei die Recker CDU stolz, die umfangreichen Vorbereitungen trotz der gestiegenen Standards mit eigenen Ressourcen bewerkstelligen zu können.
Und auch der zeitliche Rahmen hat für den Pressemann der Recker Union Anteil am Erfolg dieser Veranstaltung. „Wir überfordern die Leute zeitlich nicht. Gute zwei Stunden reichen völlig. Mit An- und Abreise bleibe es (je nach Entfernung) bei drei bis vier Stunden. „Man kann um 23 Uhr wieder zu Hause sein.“
In diesem Zusammenhang zeigt sich Kampling von der Professionalität des Ministerpräsidenten beeindruckt. 20.07 Uhr traf er im Rathaus ein, begrüßte die Gastgeber und Parteifreunde und trug sich flugs ins Goldene Buch der Gemeinde ein. Freundlich nahm er dann die Gastgeschenke der Bergleute entgegen. Reinhard Alkemeyer überreichte ein Ehren-Lafter und die Auszubildenden Steffen Hemmersmann, Nicolas Hövelmeyer und Mario Ottaiano bedachten ihn mit einem Relief, das die „Skyline“ der Ibbenbürener Zeche zeigt.
Eilig aber ohne Hast schloss er sich dann dem Blasorchester des Musikzuges Blau-Weiß Espel an zum Einzug ins Festzelt. Pünktlich um 20.15 Uhr.