FÖRDERINITIATIVE_
Bürger wollen sich für das Recker Waldfreibad engagieren

Werner Rählmann stellte das Vorhaben der Fördervereinsinitiative „Gib Acht auf das Waldfreibad“ vor. Mit ihm repräsentierten Helmut Spindler (r.) und Alfred Bücker (l.) die Initiative.
Werner Rählmann stellte das Vorhaben der Fördervereinsinitiative „Gib Acht auf das Waldfreibad“ vor. Mit ihm repräsentierten Helmut Spindler (r.) und Alfred Bücker (l.) die Initiative.
(Foto: Cornelia Ruholl)


Recke. Die Förderinitiative „Gib Acht auf das Waldfreibad“ war Mittwochmorgen eines der zentralen Themen des Wirtschaftsfrühstücks der Wirtschaftsinitiative Recke (WIR).

Werner Rählmann erläuterte seine persönliche Verbundenheit mit dem Waldfreibad. Wie viele andere Recker, erinnere er sich an Kindertage, die er sommertags im Waldfreibad verbracht habe. Nach 50 Jahren sei das Freibad teils in einem bedauerlichen Zustand. Das sei Anlass für die Überlegung einiger interessierte Bürger gewesen, einen Förderverein für das Waldfreibad zu gründen. Helmut Spindler, Matthias Rieke, Ludger Determann und er selbst hätten sich unter anderem schon mit einigen Vereinen in Verbindung gesetzt (DLRG/NWA) und Kontakt mit dem Bürgermeister und den Fraktionsvorsitzenden aufgenommen, so dass die Sache „schon auf ziemlich breiten Füßen“ stehe.


Auch die WIR müsse ein Interesse an der Attraktivität des Waldfreibades haben, denn „Ohne unser Freibad bringen die Mütter ihre Kinder nach Mettingen, Ibbenbüren oder sonst wohin“, so Werner Rählmann im Gespräch mit unserer Zeitung. „Und wenn sie schon einmal unterwegs sind, kaufen sie womöglich auch gleich dort ein, und nicht in Recke oder Steinbeck.“ Dies war der Grund, warum Werner Rählmann, Helmut Spindler und Alfred Bücker das Forum des Wirtschaftsfrühstücks nutzten, um die Vorstellungen der Initiative zu präsentieren.

Alle am Waldfreibad Interessierten lud Rählmann für Donnerstag, 4. März, um 19 Uhr zur Gründungsversammlung ins Hotel Gronheid ein.

Ausdrücklich betonte Rählmann, dass es vorerst nicht Ziel des Vereins sein solle, die Trägerschaft des Waldfreibades zu übernehmen. Der Verein wolle sich aber angesichts leerer Gemeindekasse um die Instandsetzung kümmern und das Bad attraktiver gestalten. Im Zentrum der Bemühungen solle unter anderem das marode Sanitärgebäude mit den Gruppenumkleiden stehen. Nach Vereinsgründung wolle man bereits in diesem Frühjahr mit konkreten Arbeiten beginnen.

Nach der finanziellen Größenordnung für die Umsetzung der Vorhaben gefragt, betonte Rählmann, dies könne man nicht genau, allenfalls schätzungsweise sagen. Man gehe von einer Summe von ungefähr 100 000 Euro aus.

Um diese Maßnahme zu ermöglichen, werde sehr viel Unterstützung aus der Bürgerschaft gebraucht. Neben der Unterstützung durch Sponsoren, Vereinsbeiträge und tatkräftige Mithilfe gebe es auch Überlegungen, durch Open-Air-Veranstaltungen im Freibad Geld für die Sanierung der Anlage zu erwirtschaften.

Bürgermeister Eckhard Kellermeier begrüßte dieses bürgerschaftliche Engagement. Er bat die Initiatoren, die Sache nicht von vornherein so einzustielen, dass eine eventuelle spätere Übernahme der Trägerschaft für das Freibad ausgeschlossen sei. Eventuell könne der Verein ja das Bad später einmal auch betreiben. „Es gibt gute Beispiele aus anderen Kommunen.“

VON CORNELIA RUHOLL, IBBENBÜREN

24 · 02 · 10


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