MITGLIEDERVERSAMMLUNG_
Recker SPD sprach über Bildung, Arbeit und Finanzen

Die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Recke freuten sich am Mittwochabend über den Besuch ihres SPD-Landtagskandidaten Frank Sundermann aus Westerkappeln.
Die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Recke freuten sich am Mittwochabend über den Besuch ihres SPD-Landtagskandidaten Frank Sundermann aus Westerkappeln.
(Foto: Cornelia Ruholl)


Recke. Wahlkampf habe er kaum nötig, den besten Wahlkampf für die SPD mache momentan der Gegner, sagte Richard Winkelhues, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Recke.

Mit dieser Beurteilung der Lage begrüßte er am Mittwochabend den SPD-Landtagskandidaten im Wahlkreis 83 Steinfurt III, Frank Sundermann aus Westerkappeln, in der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins im Gasthaus König-Rabbke in Recke-Espel. „Wir werden dich tatkräftig unterstützen“, versicherte er ihm Unterstützung aus Recke.


Wer sich nur auf die Schwäche des Gegners verlasse, werde nicht gewinnen, erwiderte Sundermann. „Wir müssen auch sagen, was wir künftig anders und besser machen wollen.“ Daher erläuterte er den Recker Genossen seine politischen Vorstellungen.

Sundermann beschrieb sich als einen Mann des Konsenses. Er sprach drei politische Themen an, die ihm wichtig seien: Bildung, Arbeit und die Kommunalfinanzen. Das Haushaltssicherungskonzept werde „uns alle erreichen, weil die Struktur der Kommunalfinanzierung nicht funktioniert“, so Sundermann.

Im Anschluss an Sundermanns Referat hatten die Recker noch zahlreiche Fragen an den Landtagskandidaten.

So wurde er unter anderem nach seiner Meinung gefragt, zu dem Vorschlag, Kommunen zu ermöglichen, ihre Schulden in eine sogenannte „Bad Bank“ auszulagern: Viele Kommunen könnten aus eigener Finanzkraft nie wieder aus der Misere kommen. Allerdings müsse ein „Luft schaffen“ durch eine „Bad Bank“ Hand in Hand gehen mit der Optimierung der Finanzausstattung der Gemeinden.

Zum Thema Bürgersicherheit meint Sundermann, dass im öffentlichen Dienst das Geld weniger in Verwaltung und mehr in die operativen Kräfte auf der Straße investiert werden müsse.

Und zur Frage nach seiner Haltung zu den Linken sagte Sundermann: „Wir führen die Diskussion, die der politische Gegner führt. Das halte ich nicht für pfiffig.“

Sundermanns Haltung zur Kohle: „Sich in der Energieversorgung abhängig zu machen, halte ich für einen Fehler.“ Der Energiemix sei für die Zukunft der richtige Weg.

SPD-Kreistagsmitglied Markus Gerweler berichtete von seiner Arbeit im Kreistag. Er vertrete mit Vehemenz Recker Interessen, so Gerweler. Und er lobte die harmonische Zusammenarbeit mit Hermann Berentelg. Auch der Informationsaustausch laufe gut.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende im Recker Rat, Maria Ansorge, berichtete aus der Politik in Recke. Vor zwei Tagen habe es ein interfraktionelles Gespräch im Zusammenhang mit dem Bürgerentscheid gegeben. Es gehöre zum Verfahren, dass die Gemeinde eine Broschüre erstelle, worin die Initiatoren des Bürgerbegehrens und die politischen Parteien im Rat jeweils in einer Stellungnahme ihren Standpunkt darlegen. Die Verwaltung werde in der Broschüre das Abstimmungsverfahren erläutern.

Eine nicht öffentliche Sondersitzung für die Ratsmitglieder sei im März vorgesehen, in der der Bürgermeister eine Einführung in die aktuelle Situation mit dem Haushaltssicherungskonzept geben wolle.

Am Gründonnerstag wird die Recker SPD wieder auf dem Markt in Recke vertreten sein und rote Ostereier verschenken. Diesen Termin will auch Frank Sundermann für seinen Wahlkampf in Recke nutzen.

Für den 23. April hat die SPD einen Ausflug zum Landmaschinenmuseum nach Riesenbeck und ein anschließendes Essen bei Forstmann geplant. Anmeldungen dazu nimmt der Vorsitzende, Richard Winkelhues, entgegen.

VON CORNELIA RUHOLL, IBBENBÜREN

25 · 02 · 10



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