U3-BETREUUNG_
In Recke fehlen derzeit 18 Plätze
Recke. Während es für 3- bis 6-Jährige in der Gemeinde Recke noch sechs freie Kindergartenplätze gibt, fehlen für 0- bis einjährige Kinder und für zweijährige Kinder jeweils neun Plätze.

Das ging am Dienstagabend aus den Zahlen hervor, die Hauptamtsleiter Manfred Mönkehues im Schul- und Sozialausschuss der Gemeinde erläuterte.


362 Kinder aus dem Geburtenzeitraum 1. September 2004 bis 31. Oktober 2007 wurden in Recke für einen Kindergartenplatz angemeldet, 368 Plätze stehen zur Verfügung.

Bei den zweijährigen Kindern (Geburtenzeitraum 1. November 2007 bis 31. Oktober 2008) wurden 35 Kinder angemeldet, es stehen aber nur 26 Plätze zur Verfügung. Genauso sieht es bei den 0- bis einjährigen Kindern aus. Es liegen zwölf Anmeldungen vor und es gibt nur drei Plätze (in der Kita Bärenhöhle).

Alle, die derzeit einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz haben, könnten in der Gemeinde Recke auch entsprechend versorgt werden. In dem Bereichen, für den es erst ab 2013 einen Rechtsanspruch gibt (alle Kinder, die älter als ein Jahr sind), werde daran gearbeitet, diesen dann auch erfüllen zu können. Von heute auf morgen sei das nicht zu bewerkstelligen, erläuterte Mönkehues.

Derzeit gebe es im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes, wozu auch Recke gehört, 828 Kita-Plätze für Unter Dreijährige. Im Kindergartenjahr 2010/2011 solle diese Zahl um 260 auf 1084 Plätze erhöht werden und im Jahr 2013 schließlich die Zahl 1557 erreichen.

Die Eltern, die ein unter einjähriges Kind angemeldet haben und keinen Platz bekommen können, müsse man derzeit auf die Tagespflege (Tagesmütter) verweisen, so Mönkehues auf Nachfrage von Maria Ansorge (SPD), allerdings seien die Möglichkeiten in diesem Bereich auch begrenzt. Es sei wichtig, darauf hinzuweisen, dass sich in dringenden Fällen das Jugendamt um eine Tagesmutter bemühe, betonte Maria Ansorge. Die U-3-Betreuung (unter Dreijährige) betreffend, liefen bei den Trägern derzeit Planungen für entsprechende bauliche Ergänzungen, um diese Plätze einrichten zu können, berichtet Manfred Mönkehues. „Die Kindergärten sind dabei, sich darauf einzurichten.“

Die Notwendigkeit des Ausbaus der U-3-Betreuung ist bei allen Fraktionen unbestritten, das wurde auch am Dienstag im Sozialausschuss deutlich. Andrea Lüttmann (KBR) und Reinhard Kampling (CDU) äußerten beide die Überzeugung, dass wahrscheinlich weit mehr Bedarf da sei, als man derzeit vermute, denn viele Eltern, so Lüttmann, meldeten ihre Kinder im Alter von 0- zwei Jahren gar nicht erst an, weil sie wüssten, dass es ohnehin keinen Platz gebe. Andrea Lüttmann regte eine Bedarfsabfrage an. Es gebe mit Sicherheit eine „Dunkelziffer“.

Bürgermeister Eckhard Kellermeier gewann das Einvernehmen, die Verwaltung nach einer Lösung suchen zu lassen, die es ermöglicht, eine solche Abfrage „mit einem vertretbaren Aufwand“ zu bewerkstelligen. Es sei vollmundig von Politikern jeder Couleur gesagt worden, dass alle einen Platz bekommen sollen, erinnerte Reinhard Kampling. „Wir sollten da am Ball bleiben“. Seinen Vorschlag, die Verwaltung möge den Ausschuss künftig in jeder Sitzung zu dem Thema informieren, fand auch bei den Sprechern der anderen Fraktionen Unterstützung.

VON CORNELIA RUHOLL, IBBENBÜREN

10 · 03 · 10



kommentar



TOP ARTIKEL
Topartikel Icon
TERMINSUCHE


Zeitraum:
von Kalender

Fehler: Kein kein gültiges Datum !
Format: dd mm yyyy
bis Kalender
Rubrik:


© Telaos GmbH & Co. KG - Alle Rechte vorbehalten 2010

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap
Media-Daten | Netiquette