Recke ist bezaubert von „Wakatanka“

Die „Wakatankas“ suchen die Büffel, die ihre Lebensgrundlage sind. Fotos: Heinrich Weßling
Die „Wakatankas“ suchen die Büffel, die ihre Lebensgrundlage sind. Fotos: Heinrich Weßling



-weß- Recke.
Mit soviel Lampenfieber waren sie auf die Bühne gestürmt, und dann wurden sie mit tosenden Applaus von Fans, Freunden, Geschwistern und Eltern bedacht, als sie die Bühne wieder verließen – das hatten sich die 72 Akteure nicht träumen lassen. Die Aula der Fürstenbergschule war am Sonntag total ausgebucht. Mehr als 800 Gäste verfolgten das musikalische Mitmach-Theaterstück „Wakatanka“.


Lehrerin Claudia Cichosz hatte die Aufführung initiiert, und Schüler der Klassen 2 bis 4 der Raphael-Grundschule Steinbeck setzten die Idee gemeinsam mit dem Orchester von Blau-Weiß Espel und einigen Eltern in die Tat um. Das Publikum in der Fürstenbergschule wurde um einige Jahrhunderte zurück versetzt in die Zeit des Wilden Westens. Was die Kinder nach sechsmonatigen Proben auf die Bühne brachten, bedurfte einer besondern Würdigung. „Eine ganz klasse Leistung“, lobten die Eltern, die Lehrer und auch die vielen Gäste, die nicht mit Applaus sparten. Mit Lebendigkeit und Spielwitz wurde das „bitterarme Indianer-Leben“ in Szene gesetzt. Mit Unterstützung der vielen kleinen Fans, die alle mit Stirnband und einer Feder geschmückt in der ersten Reihe saßen, ging es auf die Suche nach dem Büffel. Die Wakatankas sind ein Indianerstamm, der seit vielen Tagen in der Wüste lebt und ums Überleben kämpft. Rund 50 Kinder aus dem Publikum wurde mit ins Boot geholt, um nach den Bleichgesichter zu suchen. Denn nur die Bleichgesichter sind schuld am Verschwinden der Bisons und der Büffel. Daher nahmen sie sich den Mut, den Bleichgesichtern ganz direkt zu sagen, dass es so nicht weitergehen kann. Brüderlich gab man dann einander das Versprechen, dass der Büffel allen gehöre. Mit Unterstützung des Farmerjungen Tobi (Meike Phillip) und dessen Freund, dem Wind Wendelin Blasbalg (Rainer Voss), gab es ein versöhnliches Ende. Und noch lange wurde am Lagerfeuer die Geschichte von den kleinen Kindern erzählt, die so Großes geleistet hatten. Schulleiter Josef Bröker: „Ich bin ganz hin und weg. Kinder, ihr war Spitze!“, lobte er die Arbeit aller Mitwirkenden und auch die gute pädagogische Arbeit von Lehrerin Claudia Cichosz. „Seit Sie bei uns an der Schule ist, hat es im musikalischen Bereich einen richtigen Aufschwung gegeben. Sie ist eine Bereicherung für unsere Schule“, so Bröker. Sein Dank galt auch dem Orchester Blau-Weiß-Espel. Viele Mitwirkende kenne er noch aus der Zeit, als sie noch die Schulbank drückten. „Die Zusammenarbeit mit dem Musikverein Espel hat ganz hervorragend geklappt. Das ist ausbaufähig“, sagte Bröker.

Singend am Mikro: Sanfte Blume (Jastine Konermann) e besingt die Hände.
Singend am Mikro: Sanfte Blume (Jastine Konermann) e besingt die Hände.





26 · 01 · 09



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