Recke. Dinosaurier sind bekanntlich ausgestorben. Da mag man kaum glauben, dass in dieser Woche einige der Urtiere in der St.-Elisabeth-Schule auf die Tische der Schüler geklettert waren. Ehrlicherweise muss allerdings gesagt werden, dass es sich bei diesen Exemplaren um Nachbildungen aus Ton handelte, die die Schüler während der Kunstprojektwoche angefertigt hatten.
„Zunächst zeichnen die Kinder Skizzen von den Tieren, dann formen sie diese aus Ton und malen sie an“, erklärt Lehrerin Susanne Gorke das Prozedere. Zum Abschluss wird der Ton gebrannt und die Schüler können ihre Kunstwerke mit nach Haus nehmen.
Töpfern ist aber nur eine von vielen Stationen, die während der Kunstprojektwoche angeboten werden. „Es gibt pro Tag acht Angebote, aus denen die Kinder im Vorfeld auswählen konnten. Sie werden dann in Gruppen aufgeteilt, sodass jedes Kind insgesamt vier Angebote wahrnimmt“, erläutert Schulleiterin Renate Konnemann.
Tatkräftige Unterstützung erhalten die Lehrkräfte an jedem Tag durch vier bis fünf Eltern. So zum Beispiel auch von Annegret Giese, die mit den Jungen und Mädchen Bauwerke aus Kartons bastelt. „Die Kinder arbeiten kreativ und selbstständig, jedes Gebäude sieht anders aus“, sagt sie zufrieden. Die Station von Marlene Jasper steht ganz im Zeichen von Ostern: Sie entwirft und gestaltet mit den Kindern Geschenkkarten, die für das Osterfest oder zum Geburtstag verschenkt werden können. In der Gruppe von Lehrerin Nicole Uphaus werden die Schüler zu echten Druckermeistern: Sie entwerfen selbst eine Druckvorlage aus Styropor, die sie im Anschluss in Farbe tränken. Ihre Kollegin Andrea Wältring vermittelt den Jungen und Mädchen in ihrer Gruppe „Stabfiguren nach Miro“ und zudem noch ein wenig Kunstgeschichte: „Zunächst habe ich den Kindern den Künstler Joan Miro und einige seiner Werke vorgestellt. Danach haben sie nach seinem Vorbild selbstständig gearbeitet“, freut sich die Lehrerin.
„Unsere Projektwoche ist mindestens alle vier Jahre, sodass jedes Kind im Laufe seiner Schullaufbahn einmal dabei ist“, erklärt Renate Konnemann. „Mein besonderer Dank gilt neben den unterstützenden Eltern vor allem unseren Sponsoren“, so die Schulleiterin. Sowohl die Sparkasse als auch die Volksbank haben die Schule mit Geldspenden unterstützt, die Firmen Haermeyer/Roes, Kamp und Lührmann mit Materialspenden. Das Creativhaus Ibbenbüren leitete den Kursus „Zimmeruhren basteln“ und die Jugendkunstschule die Station „Malen wie die Großen“.
Am Freitagvormittag präsentieren die Schüler ihren Eltern die Kunstwerke aus den Projekten.