Ahlen - Stundenlang kämpfte ein Kater im Nordenstadtteil um sein Leben. Das Tier war nach Angaben von Anwohnern die ganze Nacht zu Sonntag in einem Kippfenster an der Röntgenstraße eingeklemmt. Als am Morgen endlich die Feuerwehr gerufen wurde, war ihm nicht mehr zu helfen.
Erst wenige Tage zuvor hatte es an der Gemmericher Straße einen ähnlichen Einsatz gegeben. Allerdings ging die Rettungsaktion dort glücklich für die Katze aus (die „AZ“ berichtete). Sie erlitt Beckenverletzungen, ist aber inzwischen wohlauf. An der Röntgenstraße klemmte diesmal im zweiten Obergeschoss im Kippfenster eine Katze. Die Feuerwehr handelte, so schnell es ging. Unten warteten die Anwohner - bangend um das Tier. „Ich bekam mit, dass einige direkte Nachbarn am Abend zuvor gegen 23 Uhr immer wieder etwas jämmerlich jaulen gehört hatten. Die ganze Nacht hindurch“, sagt Daniela Lensch. Die Frau arbeitet im „Mammut-Tierheim“ und ist tagtäglich mit dem Leid hilfloser Kreaturen konfrontiert. „Da sträubten sich mir die Nackenhaare“, fügt sie im Gespräch mit der „AZ“ hinzu. „Nach meiner Nachfrage, warum niemand mal nachgeguckt hat, kam nur Schulterzucken und die Aussage, dass sich doch ewig irgendwelche Katzen herumkloppen.“ Lensch ist erschüttert, denn ein „jämmerliches Jaulen“ sei vom normalen Laut einer Katze doch deutlich zu unterscheiden. „Dieser arme Kerl kämpfte die ganze Nacht um sein Leben und keinen hat das irgendwie gerührt. Ich kann meine Wut gegen diese kaltherzigen Ignoranten gar nicht ausdrücken.“





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