Mettingen
Aktion am KvG
30.01.2012

216 rote Hände protestieren gegen Einsatz von Kindersoldaten

20 Schüler der amnesty-international-Gruppe des Mettinger KvG-Gymnasiums haben sich an der weltweiten Protestaktion gegen den Einsatz von Kindersoldaten beteiligt. Sie baten Schüler und Lehrer, eine Hand rot anmalen zu lassen und auf ein Blatt Papier zu drücken. 216 Abdrücke kamen zusammen.

Mettingen. Zahlreiche DIN-A4-Blätter hängen an Leinen im Mettinger Kardinal-von-Galen-Gymnasium. Auf jedem Blatt ist der rote Abdruck einer Hand zu sehen. Es ist das beachtliche Ergebnis der amnesty-international-Gruppe des KvG-Gymnasiums.

Unter der Leitung der Schüler Hannes Wahlbrink (17) und Matti Meyer (18) hat sich die Mettinger Gruppe an der weltweiten amnesty-Aktion „redhandday“ (Globale Aktion rote Hand) beteiligt. Mit den roten Händen will amnesty auf den Einsatz von Kindersoldaten aufmerksam machen und ein internationales Zeichen gegen diese besonders schwerwiegende Form des Kindesmissbrauchs setzen, schreiben die Schüler in einer Presse-Information. Mehr als vier Monate haben sich die jungen Menschen mit diesem Thema beschäftigt.

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Passend dazu ist am 12. Februar der internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Auch damit sollen die Menschen auf Schicksale von Kindern aufmerksam gemacht werden, die schon als Minderjährige in den Kriegsgebieten als Soldaten oder Botengänger arbeiten müssen. Jährlich werde dieser Tag zum Protest genutzt, schreiben die Schüler weiter. Eine der weltweiten Protestbewegungen habe nun auch das KvG-Gymnasium erreicht.

Die rund 20-köpfige Gruppe informierte ihre Mitschüler mit einem Film für die zehnte Jahrgangsstufe. Außerdem hingen sie Plakate in der Schule auf. Während des Tages der offenen Tür an den KvG-Schulen und in den Pausen forderte die Gruppe Schüler und Lehrer dazu auf, ihre Hand zu „spenden“.

Dazu wurde eine Hand rot angemalt und anschließend auf einem Papier verewigt. Mehr als 216 Hände kamen so zusammen. „Viel mehr als wir erwartet hatten. Damit wurden unsere Erwartungen übertroffen. Auch, dass wir Schüler aus allen Jahrgangsstufen sowie Lehrer motivieren konnten, ist ein tolles Signal“, zieht Hannes Wahlbrink eine positive Bilanz der Aktion.

Die Initiative „redhandday“ hat verschiedene internationale Forderungen: Kein Kind unter 18 Jahre für den Kriegseinsatz, Bestrafung der Verantwortlichen und Versorgung, Schutz und Hilfe für geflohene Kinder und mehr Geld für Hilfsprogramme sind nur einige davon.

Aber auch an Deutschland sind gezielt Forderungen gerichtet. Zum Beispiel ein Stopp des deutschen Rüstungsexportes in Krisenregionen, in denen Kindersoldaten eingesetzt werden. Durch weltweites Engagement seien laut „redhandday“ seit 2002 mehr als 368 000 Hände zusammengekommen.

Die Mettinger amnesty-Gruppe sendet ihre Hände, passend zum internationalen Gedenktag der Kindersoldaten, nach New York zum UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon. „Damit wollen wir die UNO auffordern, Projekte gegen Kindersoldaten zu fördern und Sanktionen gegen Länder zu verhängen, die Kindersoldaten einsetzen. Des Weiteren unterstützen wir die Forderungen der Protestbewegung“, erläutert Matti Meyer. „250 000 Kindersoldaten sind noch immer im Einsatz und kämpfen jeden Tag ums Überleben.“

Unter der Leitung der Schüler Hannes Wahlbrink (17) und Matti Meyer (18) hat sich die Mettinger Gruppe an der weltweiten amnesty-Aktion „redhandday“ (Globale Aktion rote Hand) beteiligt. Mit den roten Händen will amnesty auf den Einsatz von Kindersoldaten aufmerksam machen und ein internationales Zeichen gegen diese besonders schwerwiegende Form des Kindesmissbrauchs setzen

Autor: Oliver Langemeyer
Tel: 05451 933 253

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Kommentare (3)

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31.01.2012 19:51 von lindenlui:
Starke Aktion !! Rüstungsexporte stoppen wäre ne klasse Sache, egal aus welchem Land.
31.01.2012 10:42 von Hans:
"....250 000 Kindersoldaten sind noch immer im Einsatz und kämpfen jeden Tag ums Überleben." Und dagegen helfen rote Hände aus Deutschland???? Abgefahren....
31.01.2012 06:06 von Philipp2004:
Haben die sonst nichts mehr zu tun? So ein Blödsinn. Zum Glück bestelle ich die Zeitung nicht mehr. Das sowas es in die Zeitung schaffen würde, finde ich traurig.

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