Mettingen
Verhandlung vertagt
01.02.2012

25-Jähriger wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht

Schläge mit einer Hantelstange soll ein 25-jähriger aus Mettingen einem ehemaligen Mitarbeiter in der Nacht zum 21. August 2011 verpasst haben. Der Angeklagte schwieg zu den Vorwürfen. Am Ende wurde der Prozess vertagt, um weitere Zeugen zu laden.

Mettingen. Schläge mit einer Hantelstange soll ein 25-jähriger aus Mettingen einem ehemaligen Mitarbeiter in der Nacht zum 21. August 2011 verpasst haben. „Sechsmal auf die Niere. Als ich zusammengesackt bin, hat er mir ein paar Mal mit der Faust ins Gesicht geschlagen“, schilderte der 21-jährige Geschädigte aus Mettingen gestern vor dem Strafgericht in Ibbenbüren den Tathergang.

Der Angeklagte schwieg zu den Vorwürfen. Am Ende wurde der Prozess auf den 10. Februar vertagt, um weitere Zeugen zu laden, die der Verteidiger benannte. Angeblich habe der 25-Jährige für die Zeit ein Alibi, „eine russische Hochzeit“, wie der Zeuge schon wusste. „Aber um zwanzig nach vier war er bei mir“, da war sich das Opfer zu „1000 Prozent“ sicher. Drei Mal war der Angeklagte wegen Körperverletzung vorbestraft. „Ein Geständnis würde Sie vor dem Gefängnis bewahren, wenn Sie die Tat begangen haben“, motivierte Richter Lagemann den Angeklagten zur Wahrheit. „Bei Nachweis der gefährlichen Körperverletzung könnte ein Jahr ohne Bewährung dabei herauskommen“, hielt er ihm mögliche Konsequenzen vor Augen.

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Der Geschädigte berichtete, dass er und der Angeklagte an dem Abend mehrere SMS hin und hergeschickt hätten, weil der Angeklagte seinen Eltern noch 50 Euro schuldete. „Die SMS wurden schon laut“, beschrieb der Zeuge die gereizte Stimmung unter ihnen. Das Handy habe er nicht mehr, weil es inzwischen kaputt sei.

Kurz nach vier habe der Angeklagte bei ihm an die Tür geklopft, er habe geöffnet, „weil ich mir nichts dabei gedacht habe“. Ohne Vorwarnung habe der Angeklagte ihn angegriffen und beleidigt, bevor er mit seinem Auto weggefahren sei. Er habe sich „den Berg hochgeschleppt“, weil er in seiner Wohnung kein Netz habe und alarmierte Polizei und Krankenwagen. Im Krankenhaus sei eine innere Blutung festgestellt worden. Man vermutete, dass die Niere verletzt worden sei. Das habe sich aber in mehreren Röntgenaufnahmen nicht bestätigt. Sechs Wochen lang habe er Schmerzmedikamente genommen. Der Verteidiger hielt ihm vor, dass er diese Angaben bei der Polizei nicht gemacht habe, und beantragte die Anhörung der Vernehmungsbeamten sowie weiterer Zeugen. Inzwischen liegt auch ein Zivilverfahren gegen den 25-jährigen Mettinger am Amtsgericht Ibbenbüren vor.

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