Mettingen
27.01.2012
 | Verkehrssicherheit

Abknickende Vorfahrt in der Tüöttengemeinde verunsichert

Seit zwölf Jahren ist Polizeihauptkommissar Georg Hampf im Bezirksdienst in Mettingen. Im Interview erläutert der 57-Jährige, wie es um die Verkehrssicherheit in der Tüöttengemeindegemeinde bestellt ist und welche Probleme es gibt.

Foto: IVZ
Der Bezirksdienstbeamte Georg Hampf sieht an der Burgstraße / Ecke Josefstraße nach dem Rechten. Viele Verkehrsteilnehmer haben dort noch Schwierigkeiten mit der abknickenden Vorfahrtsstraße.

Mettingen. Seit zwölf Jahren ist Polizeihauptkommissar Georg Hampf im Bezirksdienst in Mettingen. Immer wieder macht der gebürtige Mettinger die Bürger mit Handzetteln auf geänderte Verkehrssituationen und Gefahrenpunkte im Ort aufmerksam. Im Interview erläutert der 57-Jährige, wie es um die Verkehrssicherheit in der Tüöttengemeindegemeinde bestellt ist und welche Probleme es gibt.

An welchen Ecken müssen die Verkehrsteilnehmer in Mettingen besonders aufpassen?

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Hampf: Die veränderte Verkehrsführung an der abknickenden Vorfahrt Sunder-straße, Burgstraße und Josefstraße verunsichert vor allem viele Bürger aus Mettingen. Viele wissen nicht, wann sie stehen bleiben und wann sie blinken müssen. Dass die Josefstraße als Tempo-20-Zone jetzt gegenüber der Clemensstraße vorfahrtsberechtigt ist, ist vielen noch nicht bewusst. Wer auf der Josefstraße ortsauswärts Richtung Agternkamp unterwegs ist, muss an der Burgstraße wiederum warten.

Hat sich die Umstellung von Schrittgeschwindigkeit auf Tempo 20 auf der Josefstraße aus Ihrer Sicht bewährt?

Hampf: Ja, das hat sich bewährt, weil vor allem wegen der Geschäfte viel Verkehr über diese Straße läuft. Tempo-20-Zonen sieht man generell sehr selten. An der Josefstraße ist dadurch aber ein guter Kompromiss gefunden worden.

Wo müssen Radfahrer in Mettingen aufpassen?

Hampf: An der Ecke Bahnhofstraße/ Nierenburger Straße kommt es oft zu Problemen. Dort haben wir die Fußgängerampel, den Bahnübergang und Radwege an beiden Seiten. Oft kommt es vor, dass Radfahrer, die aus Richtung Agternkamp kommen, auf der falschen Radwegseite fahren. Da kann es schnell gefährlich werden, wenn Autos aus der Nierenburger Straße kommen. Man kann nur an die Radfahrer appellieren, die richtige Radwegseite zu benutzen.

Welche Probleme mit Radfahrern treten außerdem häufig auf?

Hampf: Vor allem bei Erwachsenen ist das immer wieder das Verhalten an Fußgängerüberwegen. Da wird oft drübergefahren, obwohl man dort absteigen muss. Das beobachte ich vor allem an den Überwegen an der Burgstraße zwischen altem Rathausplatz und Schultenhof, aber auch an der Bachstraße. Das kann zu üblen Unfällen führen.

Auf welche Probleme stoßen Sie bei Autofahrern, die gerade ihren Führerschein gemacht haben?

Hampf: Das hat fast ausschließlich mit überhöhter Geschwindigkeit zu tun, ob es nun aus Imponiergehabe oder aus dem Drang nach Freiheit ist. Ganz wichtig ist letztlich, dass junge Autofahrer schnell ein Gespür für angemessene Geschwindigkeit bekommen.

Was halten Sie von der jetzt beschlossenen flächendeckenden Rechts-vor-links-Regelung im Außenbereich?

Hampf: Ich halte das für gut, weil dadurch die Beschilderung zurückgefahren wird. Und das reduziert erfahrungsgemäß die Geschwindigkeit, mit der die Autofahrer unterwegs sind. Die Schilder, die für eine Übergangszeit aufgestellt werden, geben den Verkehrsteilnehmern die Gelegenheit, sich auf die geänderte Vorfahrt einzustellen.

URL: http://www.ivz-online.de/lokales/mettingen_artikel,-Abknickende-Vorfahrt-in-der-Tueoettengemeinde-verunsichert-_arid,26726.html