
Gemeinde Mettingen dreht an den Verkehrsschildern
Die Gemeinde Mettingen will künftig - bis auf wenige Ausnahmen - die Vorfahrtsregelung Rechts-vor-Links einführen. Am Mittwoch soll das Konzept im Bauausschuss vorgestellt werden. Stimmt dieser zu, könnte es bald losgehen.
Mettingen. Im Mettinger Außenbereich gibt es demnächst insgesamt 30 Verkehrsschilder weniger. Denn die Gemeinde will wie angekündigt bis auf wenige Ausnahmen die Vorfahrtsregelung Rechts-vor-Links einführen. Daher können die Mitarbeiter des Bauhofes die Verkehrszeichen „Vorfahrt achten“ und „Vorfahrt“ in Kürze abbauen. Die Verwaltung stellt das Konzept „Rechts-vor-Links im Außenbereich“ am Mittwoch während der Sitzung des Bauausschusses vor. Die öffentliche Sitzung im Saal von Haus Telsemeyer beginnt um 17.30 Uhr. Stimmt der Ausschuss zu, könnte es bald losgehen.
Für eine Übergangszeit von vier Monaten stellt die Gemeinde allerdings an den Einmündungen und Kreuzungen, an denen die Vorfahrt geändert wird, sogenannte „Achtung-Schilder“ auf. Diese Verkehrszeichen sollen an den Straßen stehen, die zuvor vorfahrtsberechtigt waren. „Mit dem Zusatz ,Vorfahrt geändert‘ weisen wir auf die neue Regelung hin“, erläutert Mettingens Ordnungsamtsleiterin Monika Daut. Nach dem vorliegenden Konzept muss die Kommune dafür keine neuen Verkehrszeichen kaufen. Sie dreht einfach an den alten Schildern. Denn für die insgesamt 15 benötigten Warntafeln kommt ein Teil der zuvor abgebauten „Vorfahrt-achten-Schilder“ wieder zum Einsatz. Sie werden einfach mit einer Spitze nach oben gedreht und mit einem Rufzeichen-Aufkleber ausgestattet. „Das spart Kosten“, sagt Daut. Da diese Warnschilder nur für vier Monate an den Kreuzungen und Einmündungen stehen, lohne es sich nicht, dafür extra neue Verkehrszeichen anzuschaffen, erklärt die. Das sei auch mit der Straßenverkehrsbehörde vom Kreis Steinfurt abgesprochen. Für die neue Beschilderung rechnet die Verwaltung mit Kosten in Höhe von rund 200 Euro.
Betroffen von der Vorfahrtsregelung sind Kreuzungs- und Einmündungsbereiche am Höveringhau-sener Kirchweg, der Kappelner Straße, am Wacholder Weg sowie an der Frechtestraße, am Strooteweg, am Brunsheider Weg, am Lager Weg, am Fahlbachweg sowie an der Tüöttenstraße (siehe Kasten).
An den Hauptverkehrsstraßen, wie der Dreibauernstraße und der Querenberg-straße, die bislang als Vorfahrtsstraße beschildert sind, soll sich dagegen nichts ändern. Da auf beiden Straßen viele Fahrzeuge unterwegs seien, könnten durch eine Umstellung auf Rechts-vor-Links nur neue Gefahrenpunkte entstehen. Keine Änderungen sind außerdem an der Kreuzung Wieher Eschweg und Richardweg vorgesehen. Der Richardweg ist an dieser Stelle vorfahrtsberechtigt. Die Verkehrsteilnehmer auf dem Wieher Eschweg werden durch ein Stopp-Schild darauf hingewiesen, an der Haltelinie zu halten. Da die Polizei diese Kreuzung als Unfallschwerpunkt eingestuft hat, soll die Regelung so bleiben.
Die Mitglieder des Bauausschusses hatten die Verwaltung im November beauftragt, ein Konzept zur Einführung von Rechts-vor-Links außerhalb des Dorfkerns und der Siedlungsbereiche zu entwickeln. Ein Ziel der neuen Verkehrsregelungen ist, die Wege für Schüler, die im Außenbereich wohnen, sicherer zu machen. Außerdem geht es darum, den Schilderwald ein wenig zu lichten.
Die Gemeinde Mettingen will nur mit wenigen Ausnahmen die Vorfahrtsregelung Rechts-vor-Links einführen. Hier fünf Beispiele.
Neue Vorfahrtsregelungen:
Nach den Plänen der Gemeinde Mettingen soll im Außenbereich künftig an folgenden Einmündungs- und Kreuzungsbereichen Rechts-vor-Links gelten: an der Kreuzung Kappelner Straße und Höveringhau-sener Kirchweg, auf dem Höveringhausener Kirchweg im Einmündungsbereich Wacholderweg, auf der Tüöttenstraße an der Einmündung Tüöttenstraße 2-6. Rechts-vor-Links soll demnächst außerdem gelten: auf der Frechtestraße an der Einmündung zum Brunsheider Weg, an der Kreuzung Frechtestraße und Strooteweg sowie an der Einmündung zum Aaweg. Weitere Rechts-vor-Links-Regelungen sind vorgesehen: an der Kreuzung Brunsheider Weg und Strooteweg sowie auf dem Lager Weg im Einmündungsbereich Fahlbachweg.

Tel: 05451 933 253
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Kommentare (2)
Eine Registrierung kostet Sie keinen Cent.
Das Chaos, was im Innenbereich des Dorfes durch die Änderung der Vorfahrt entstanden ist, können Sie täglich (!) von ca. 16:30 - 18:00 Uhr selbst leicht nachprüfen.
Nun, da das bereits beschlossene Sache ist...wir werden sehen, was passiert !
Hoffentlich gibt's keine Personenschäden !
Wenn ja...bedanken wir uns bei den Verantwortlichen !
Das wird noch lustig.....