
Gemeinde stellt Empfehlungen zum Schultenhof vor
Wie soll künftig das Haupthaus des Schultenhofes genutzt werden? Darüber wird in Mettingen viel diskutiert. Zentrale Frage ist jetzt, wie Politik und Verwaltung mit den Ergebnissen aus dem Werkstattgespräch umgehen.
Mettingen. Durch das Werkstattgespräch ist der Mettinger Schultenhof wieder im Gespräch. Diese Diskussion gelte es, in Schwung zu halten, lautete der einhellige Tenor am Mittwochabend im Bauausschuss. Zentrale Frage ist jetzt, wie Politik und Verwaltung mit den Ergebnissen aus dem Werkstattgespräch zur künftigen Nutzung des Haupthauses umgehen, welche Schwerpunkte gesetzt werden. Das Büro planlokal, das die Planungswerkstatt geleitet hat, hat entsprechende Empfehlungen formuliert.
Das Büro schlägt eine Machbarkeitsstudie vor. Dabei soll geprüft werden, welche baulichen Veränderungen möglich sind. Konkret geht es um den Ausbau des Dachbodens. Dort könnten Mettinger Modell und Mineraliensammlung einen neuen Platz finden. Im Erdgeschoss wäre dann genügend Raum beispielsweise für ein Shop-in-Shop-System. Die Idee dahinter ist, dort kleine Shops mit Produkten aus Mettingen und der Region einzurichten. Ferner sind Angebote für Jugendliche wie Kinovorstellungen im Gespräch.
„Der Ausbau des Dachbodens wird finanziell nicht machbar sein“, sagte Andreas Engel (CDU). Dennoch beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, das durchzurechnen. Danach könne man weitersehen. Zudem wollen Politik und Verwaltung das Werkstattgespräch zum Thema Ortsmarketing am Donnerstag, 9. Februar, ab 18.30 Uhr abwarten. Dann werde auch über den Schultenhof gesprochen, kündigte Bürgermeister Helmut Kellinghaus an. Alle Bürger sind eingeladen.
Weitgehend einig waren sich die Ausschussmitglieder, dass Modell und Mineraliensammlung aus dem Erdgeschoss weichen müssen. Auch wenn die Königslösung mit ausgebautem Dachboden zu teuer ist. „Wir müssen bald zu einer Lösung kommen“, sagte Thorsten Laske (SPD). „Ich habe keine Lust, dass darüber noch in ein paar Jahren diskutiert wird.“ Man müsse den Knoten durchschlagen und zügig weiterkommen, meinte Gertrud Lagemann. Sie schlug einen Arbeitskreis vor. Die Gruppe solle auf Grundlage der Impulse aus dem Werkstattgespräch und den finanziellen Vorgaben ein Konzept erarbeiten.
Einen Baustein zur Belebung des Schultenhofes gibt es bereits im April: Wie berichtet plant die Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM) dort eine Fahrradstation. Dabei sollen nicht nur die Buspendler die Möglichkeit haben sich Elektrofahrräder oder Spaßbikes zu leihen. Das Angebot können auch Touristen nutzen. Im Hoinerstall ist in Verbindung mit dem dortigen Betreiber ein Büro geplant. Ein Mitarbeiter kümmert sich um die Kunden, die ein Elektrofahrrad – sogenannte Pedelecs – leihen möchten. Als Ergänzung plant die Gemeinde, die Vermietung von Fahrrädern und E-Bikes mithilfe des Heimatvereins auf dem Schultenhof deutlich auszuweiten. Die Räder stehen in der Scheune, erläuterte Bauamtsleiter Michael Krause-Hettlage im Ausschuss.
„Diese Mobilitätsstation darf keine Insellösung werden“, sagte der Vorsitzende des Ausschusses Reinhard Stermann (SPD). Zum Start der Station müsse die Gemeinde Radwegerouten und weiteres Material für Touristen bereithalten. Schließlich sollten nicht nur Buskunden Räder leihen. Die Gemeinde müsse den Impuls, der von der Station ausgehe, für den Schultenhof nutzen.
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