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Delfinarium im Allwetterzoo: Zuwachs für das Tümmler-Team

Drei junge Delfine verstärken jetzt das „Tümmler-Team“ des münsterischen Delfinariums. Im Gegenzug wurde „Nemo“ nach Harderwijk gebracht.
Drei junge Delfine verstärken jetzt das „Tümmler-Team“ des münsterischen Delfinariums. Im Gegenzug wurde „Nemo“ nach Harderwijk gebracht.


Münster. Zuwachs für das Delfinarium im Allwetterzoo: Aus dem Dolfinarium Harderwijk (Niederlande) wurden mit einem Spezialtransport drei große Tümmler nach Münster gebracht. Im Gegenzug verließ der bekannte Delfin „Nemo“ Münster in Richtung Harderwijk.

Dieser Austausch, so heißt es in einer Pressemitteilung, erfolgte im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht-Programms (EEP) für große Tümmler. Das EEP habe das Ziel, eine stabile Delfin-Population in europäischen Zoos aufzubauen. Dafür sei es wichtig, dass die Tiere unter den einzelnen Delfinarien ausgetauscht werden.


Der Zuchtbuch-Koordinator im Delfinarium Kolmarden (Schweden) achte u. a. darauf, dass keine Inzucht stattfinde. Außerdem werde streng kontrolliert, wo die Tiere untergebracht werden, um sozial stabile Delfin-Gruppen aufzubauen.

Das Dolfinarium Harderwijk züchtet seit Jahren Delfine. Auch die drei Neuzugänge in Münster sind dort geboren. Um die weitere Zucht zu ermöglichen, machen die Jungtiere „Rocco“ (3), „Palawas“ (4) und „Kite“ (3) jetzt Platz in Harderwijk. Dafür geht der 22-jährige „Nemo“ (1986 in Nürnberg geboren) nach Holland.

Momentan sind die drei „holländischen Jungs“ noch hinter den Kulissen. Sie werden sich, so heißt es in der Pressemitteilung, aber bald öffentlich präsentieren.


29 · 09 · 08
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gegen Delfinarien
Delfine sind für Delfinarienbesitzer ein gutes Geschäft: Sie locken Zuschauer an und lassen die Kassen klingeln. Doch hinter den Kulissen der scheinbar spielerischen Darbietung läuft ein unerbittliches, für den Delfin oft tödliches Geschäft ab: Viele Delfine sterben bereits während des Fanges und des Transports. Im chemisch aufbereiteten Wasser der engen, kahlen Becken und dem fehlenden biologischen und sozialen Umfeld leben die Tiere unter Streß und Haftpsychose. Die Sterblichkeit der gefangenen Delfine ist außerordentlich hoch. Die Tiere sterben häufig an Lungenentzündung, Herzversagen, Kreislaufkollaps und Vergiftungen. Die Lebenserwartung ist entsprechend niedriger als in Freiheit. Es ist unverantwortlich, diese hochentwickelten Tiere in Gefangenschaft zu halten, weil ihnen selbst die elementarsten Grundbedürfnisse vorenthalten werden: In freier Wildbahn leben Delfine in Gruppen von bis zu 100 Tieren zusammen, erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h, können bis zu 500 Meter tief tauchen und werden 10 Jahre älter als in Gefangenschaft.

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Delfine gehören in die Freiheit!!!
Ich finde es grausam, dass solche Tiere immer noch in Gefangenschaft gehalten werden, wo doch jeder weiß, wie sehr diese Tiere in den kahlen, meist zu engen Becken leiden. Wenn sich Menschen Delfine anschauen wollen, dann sollen sie dies auch im gewohnten Umgebungsraum der Tiere tun, da gibt es heute ja schon viel bessere Möglichkeiten, als früher.

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