Syrische Flüchtlinge in Münster

Sozialdezernent Thomas Paal
Sozialdezernent Thomas Paal


Münster - Eine noch unbekannte Zahl irakischer Flüchtlinge wird voraussichtlich im kommenden Monat nach Münster kommen - obwohl es hier entgegen ersten Meldungen keine Gemeinde chaldäischer Christen gibt, die sich um ihre Integration kümmern kann. Auf einer Pressekonferenz des Integrationsministers hieß es zunächst, dass NRW vor allem irakische Christen aufnehmen und diese dann auf Kommunen mit chaldäischen Christen verteilen werde - unter anderem in Münster.

Weder bei der Stadt noch beim Bistum wusste man jedoch von der Existenz einer solchen Gemeinde, und tatsächlich hat sich laut Sozialdezernent Thomas Paal nun herausgestellt, dass es in Münster gar keine gibt.


Wie das NRW-Integrationsministerium auf Anfrage mitteilte, wohnen allerdings in Münster 30 irakische Familien, deren Verwandte derzeit noch in Flüchtlingslagern im syrischen Damaskus leben. Dies gehe aus Unterlagen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hervor.

„Das heißt, dass auch Münster irakische Flüchtlinge aufnehmen wird“, stellt das Ministerium klar. Wie viele das sein werden und ob es sich um irakische Christen handeln wird, könne noch nicht gesagt werden. Unabhängig davon werden die Iraker auf jeden Fall in der Stadt willkommen sein, so Sozialdezernent Paal.

Im Rahmen einer europaweiten Vereinbarung will NRW insgesamt 540 Flüchtlinge aufnehmen - vor allem Christen, da sie unter der Lage im Irak besonders leiden würden.

VON MARTIN KALITSCHKE, MÜNSTER

24 · 02 · 09



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