
191 Fahrzeuge in Espel geblitzt
Die Polizei Steinfurt hat am Wochenende in Recke-Espel 191 Verkehrsteilnehmer mit zu hoher Geschwindigkeit geblitzt. Innerhalb von dreieinhalb Stunden passierten annähernd 2000 Fahrzeuge die Messstelle an der Mettinger Straße. Das Ergebnis der Messung sei erschreckend, so die Polizei.
Recke. Am Samstag, 4. Februar, in der Mittagszeit war der Verkehrsdienst der Polizei Steinfurt in Recke-Espel an der Mettinger Straße für eine Geschwindigkeitsmessung mit der ESO-Messanlage vor Ort. Das teilt die Polizei mit. Die Anlage wurde innerhalb der geschlossenen Ortschaft aufgebaut.
Dort gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Hocherfreut seien die Anwohner darübergewesen, dass bei ihnen vor der Haustür gemessen wurde.
Weniger erfreut werden 191 Verkehrsteilnehmer sein, die in den nächsten Tagen Post von der Polizei erhalten. Innerhalb von dreieinhalb Stunden passierten annähernd 2000 Fahrzeuge die Messstelle. Das Ergebnis der Messung sei erschreckend, so die Polizei. Etwa zehn Prozent der gemessenen Fahrzeuge waren zu schnell unterwegs.
45 Fahrer werden einen Bußgeldbescheid und Punkte in Flensburg erhalten. Acht Fahrer oder Fahrerinnen müssen mit einem Fahrverbot von einem Monat rechnen. Diese acht Fahrzeugführer hatten die zulässige Geschwindigkeit mit mehr als 30 km/h überschritten.
Der Spitzenwert, der am Samstag gemessen wurde, lag bei 89 Km/h. „Verkehrssicherheit ist kein Selbstläufer“, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei.
Die gefahrene Geschwindigkeit entscheide bei Unfällen über die Unfallfolge und somit über Leben und Tod. „Bei einer Geschwindigkeit von 65 km/h sterben acht von zehn Fußgängern, die im Straßenverkehr angefahren werden. Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h überleben acht von zehn Fußgängern. Bei einer Vollbremsung aus 30 km/h steht man an der Stelle bereits, an der man bei 50 km/h erst mit der Bremsung beginnt.
Die Geschwindigkeit ist der Killer Nummer eins. Ein Unfalltoter bedeutet Leid für mehr als 100 Menschen. Im Land Nordrhein-Westfalen gibt es jedes Jahr mehr Tote als in drei Airbusse passen“, heißt es in der Mitteilung der Polizei.
In dieser Ortsdurchfahrt werde die Polizei in der Zukunft auf jeden Fall vermehrt Geschwindigkeitsmessungen durchführen, kündigt die Behörde an. Die Polizei kontrolliere darüber hinaus überall dort, wo gerast wird.
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Kommentare (6)
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Da ist aber jemand ganz schön angepisst...
Und: NEIN, ich bin kein alter Opa auf Sonntagstour, im Gegenteil. Ich fahre sehr gerne schnell, nur halt eben da, wo es auch erlaubt ist. Üble Gesellschaft heute, keiner hat mehr Zeit, alles schnellschnell!
Wo ich den Mitschreibern jedoch Recht geben muss: Oft sind es die Anwohner selbst, die sich nicht an die Tempolimits halten!
Ich wünsche allen Tempo- und Verkehrssündern durch ihr egoistisches Verhalten einen leeren Geldbeutel und den Verlust ihrer Fahrerlaubnis. Fahrt zu schnell, nehmt anderen die Vorfahrt um nicht selber lange warten zu müssen und lasst um Gottes Willen keinen langsamen, älteren Fußgänger über die Straße! Aber hoffentlich müsst ihr bald selber zu Fuß gehen...
Es wird mittlerweile so albern, dass Bobbycars oder Trettrecker dauerhaft von Anwohnern am Strassenrand aufgestellt werden (Spielende Kinder werden dadurch simuliert,,,)
Jeder fährt normalerweise die obligatorischen 15 - 20 KmH (der zahlbare Bereich ohne Fahrverbot) zu schnell.
Aber ein kleiner Teil davon möchte eine Verkehrsberuhigung vor der eigenen Haustür....
Aber so lange die Polizei mit der "Radarpistole" unterwegs ist, können die Grafittisprayer ja in Ruhe euren Ortskern verschönern....
Vielleicht sollten die Einnahmen der Wegelagerei zur Grafittientfernung oder Vandalismusbeseitigung verwendet werden.... Dann käme das Geld der Allgemeinheit zu Gute...
Oder ?
Das mit der Anwohnersache war mal in nem anderen Artikel viel deutlicher ausgeführt.
Inhalt des Artikels: verkehrsberuhigter Bereich ... Messaktion durch "Sie fahren x"-Schilder ... V85-Geschwindigkeit >30km/h ... Stadt lehnt bauliche Maßnahmen ab.
Die Anwohner machten als Gruppe deutlich, dass sie die Haltung der Stadt ablehnt. Nur wurde im gleichen Artikel erwähnt, dass >>90% des Verkehrs dort von Anliegern erzeugt wird.
Zum Thema: Pro Blitzer in Ortsdurchfahrten. Wer hier wesentlich zu schnell fährt, soll nicht jammern, wenn er ein Ticket kriegt.