
600 Fürstenberg-Schüler feiern Ewald Schmitz
Nach jahrzehntelanger Arbeit feiert Sportlehrer Ewald Schmitz bald seinen Abschied von der Fürstenberg-Schule. Danach will er sich dem Projekt "Muhuwesi-Kindergarten" widmen. Dafür soll das Eintrittsgeld seiner Abschiedsfeier verwendet werden.
Recke. Freudiges Wiedersehen, sportlicher Wettstreit und ein Abschied – das sind die drei Programmpunkte, die den „letzten Schultag“ von Ewald Schmitz am Samstag, 4. Februar, prägen sollen. Der Sportlehrer will nach jahrzehntelanger Arbeit an der Fürstenberg-Schule Volleyballspieler um sich sammeln und so mit Ehemaligen, Schülern und Kollegen seinen Abschied feiern.
26 Mannschaften haben sich zum Turnier in Neuenkirchen angemeldet. Die ältesten Spieler sind aus dem Abiturjahrgang 1975 mit Spielführer Werner Nieland, die Jüngsten wollen 2013 ihre Reifeprüfung ablegen. „Der sportliche Wettkampf ist für mich ganz wichtig“, ordnet Ewald Schmitz den Stellenwert des Turniers ein.
Nach dem sportlichen Teil, der schon mittags beginnt, werden Wiedersehen und Abschiednehmen im Saal Gronheid fortgesetzt. Ewald Schmitz freut sich auf die Ehemaligen aus vier Jahrzehnten. Zu den am weitesten angereisten Gästen gehört ein Abiturient des Jahrgangs 1980, Norbert Holtkamp. Der Physiker arbeitet nach Jahren am Teilchenbeschleuniger in Südfrankreich jetzt an der Universität Stanford in den USA. „Am Weg hält er noch einen Vortrag in Brüssel und macht Besuche in Köln“, erklärt der angehende Pensionär. Schulleiter Michael Kamlage wird – ganz ausnahmsweise – die Entlassungsurkunde im Saal Gronheid überreichen.
„Der Saal in Steinbeck ist mit 600 Eintrittskarten ausgebucht – auch auf dem Schwarzmarkt ist nichts mehr zu machen“, wehrt der immer umtriebige Sportlehrer, der seit 1973 an der Schule tätig ist, alle Nachfragen ab. „Nach 23 Uhr gehen vielleicht einige nach Haus“, weckt er vage Hoffnungen. Dass auch „seine“ Hochspringer kommen, freut ihn besonders. Das weckt Erinnerungen an die „Hochsprung-Meetings“ vor mehr als 25 Jahren. Musik macht einer der Söhne Schmitz‘ zusammen mit sieben Freunden.
Nach Rücksprache mit Bischof Paul Castor Msemwa in Tansania und in Zusammenarbeit mit der Tansania-Konferenz der Schule hat sich Ewald Schmitz entschlossen, das Projekt „Muhuwesi-Kindergarten“ zu übernehmen. Jeder seiner Gäste steuert mit seinem Eintrittsgeld von zehn Euro einen Teil zum Bau des Kindergartens bei. Das Dorf wächst und entwickelt sich, seitdem die St.-Dionysius-Secondary-School Jahr um Jahr um einen Jahrgang wächst. Die Kirchengemeinde Recke hat der Schule den Namen gegeben und fördert sie. Father Jordan Livigha, der 1997 in Recke war, hat mit dem Bau schon begonnen, und mit dem Betrag, der an Ewald Schmitz Abschiedsabend zusammenkommt, soll der Kindergarten fertiggestellt werden.
Ewald Schmitz:
Nach seiner Jugend in Recke war für den späteren Sportlehrer Schmitz die entscheidende Weichenstellung, als er in das Leistungszentrum für modernen Fünfkampf in Warendorf aufgenommen wurde. Neben dem Sport machte er eine Berufsausbildung als Elektriker. Wegweisend war auch, dass er als Leistungssportler im Vorfeld der Olympischen Spiele von München in Bayern habe Sportwissenschaften studieren können. Die Wahl fiel wegen der „Nähe“ zu Recke auf Würzburg. Seit 1973 ist Schmitz Sportlehrer an der Fürstenberg-Schule. Lange Jahre war er auch Leichtathletik-Trainer des TuS Recke.
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