
Franz-Josef Kelger als Leiter der Overbergschule verabschiedet
17 Jahre war er an der Overberg-Grundschule: Nun ist Franz-Josef Kelger als Leiter in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet worden. Kelger bedankte sich für die Unterstützung, die er in seiner Arbeit bekommen habe.
Recke. „Ich bin tief bewegt“, sagte Franz-Josef Kelger Freitagmittag am Ende der Feierstunde anlässlich seiner Verabschiedung als Leiter der Overberg-Grundschule in Recke. In der Rückschau könne er sagen, dass ihm das Gefühl bleibe, den richtigen Beruf ausgeübt zu haben und dass es niemals langweilig war. Zwar sei er der einen oder anderen schulpolitischen Veränderung mit Unverständnis begegnet, „aber das Positive überwiegt“.
Kelger bedankte sich für die Unterstützung, die er in seiner Arbeit bekommen habe. Besonders dem Lehrerkollegium („Ihr wart wie eine zweite Familie“), aber auch Eltern, Kirchen, dem Schulträger und den Vertretern der weiterführenden Schulen.
Als „stets ansprechbar, geduldig und kompetent“, kennzeichnete der stellvertretende Leiter der Overberg-Grundschule, Holger Gessner, den Schulleiter. Eine heitere Gerichtsverhandlung mit Franz-Josef Kelger als Angeklagtem inszenierte das Lehrerkollegium und ließ lieb gewordene Erinnerungen in unterhaltsamen Dialogen aufscheinen.
Mit einer Rose und kleinen Anekdoten aus ihrer Schulzeit bedankten sich sechs ehemalige Schüler und überreichten eine Rose: Lisa Richter, Patrick Rumke, Philip Giese, Franziska Üffing, Ann-Christin Jasper und Florian Doeinck.
„Bewegung“ war das prägende Stichwort im Grußwort des Schulrates Andreas Frede. Die habe er nicht nur im Unterricht eingesetzt, sondern Bewegung sei auch für sein persönliches Leben kennzeichnend.
1977 legte Franz-Josef Kelger das zweite Staatsexamen für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen in den Fächern Mathematik und Chemie ab. Nach Stationen an Hauptschulen in Gronau-Epe und Rheine wurde er 1985 Leiter der Diesterweg-Grundschule Rheine und kam 1995 als Schuleiter zur Overberg-Schule Recke. Dass er dort am längsten geblieben ist, zeige, dass er sich mit der Schule identifiziert und sich wohlgefühlt habe, sagte Frede, der dem 62-jährigen Schulleiter die Entlassungs-Urkunde des Schulamtes überreichte.
Nachfolgerin Renate Konnemann überlasse er ein „gut bestelltes Feld“, so Frede. Heute besuchen rund 260 Schüler die Schule, die vorübergehend schon 516 Schüler zählte. Kelger seien Themen wie selbstständiges Denken oder die Integration von Migranten wichtig gewesen und er habe die Offene Ganztagsschule entschieden mit vorangebracht. Frede kennzeichnete ihn als zielstrebig, dynamisch, flexibel und kompromissbereit. Konstruktiv habe er die Schulorganisation gelöst. Er habe „hohes Führungsgeschick bewiesen“.
„Wir waren klein, die Köpfe leer, da kam Herr Kelger, unser Held und zeigte uns die schlaue Welt“ – mit lobenden Reimen bedankten sich die Schüler der 3b bei ihrem Rektor. Die Kleineren tanzten Macarena und alle sangen ein Begrüßungslied.
Das besondere Augenmerk Kelgers habe Kindern gegolten, die Unterstützung brauchen, würdigte Bürgermeister Eckhard Kellermeier dessen 17-jähriges Wirken. Der „Schulleiter mit Ecken und Kanten“ habe „auch ein gutes Stück Sozialarbeit geleistet“. Im Namen der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde Recke wünschte Elke Böhne Gottes Segen für die Zeit nach dem Wechsel vom Regiestuhl in den Ruhesessel.
Gut Regie geführt zu haben, bescheinigte ihm auch Elternsprecherin Stefanie Bruns. „Willkommen im Club der Ehemaligen“ hießen ihn ehemalige Lehrerinnen der Schule und im Namen der Schulleiter der anderen Schulen in der Gemeinde dankte Antonius Maag vom Schulverbund Raphael/St. Martin für gute Zusammenarbeit.

Tel: 05451 933 251
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