
Pumpwerke werden saniert
421 000 Euro muss die Gemeinde Recke in den Abwasserbereich investieren. Um die Anlagen für die aktuellen Anforderungen wieder fit zu machen, sind Erneuerungen von Technik in der Kläranlage und die Sanierung von Pumptechnik und von Pumpstationen in Steinbeck und Espel notwendig.
Recke. Umfangreiche Sanierungen sind an der Kläranlage und an Abwasserpumpwerken in der Gemeinde Recke erforderlich. Das erläuterte Michael Schütte vom Ingenieurbüro Frilling in Vechta kürzlich im Bauausschuss. Insgesamt rund eine halbe Million Euro muss die Gemeinde Recke in den Abwasserbereich investieren.
Saniert werden müssen die Abwasserpumpwerke bei Neyer an der Allhornstraße in Steinbeck und an der Haarstraße. Außerdem besteht Sanierungsbedarf an gemeindlichen Kleinpumpstationen im Ortsteil Espel und in Püttenbeck.
40 000 Euro Investitionskosten sollen in die Kläranlage fließen. Der Fachplaner schlug vor, kleine oder mittelgroße Plattenbelüfter in die Belebungsbecken einzubauen. Seit der letzten Neuausrüstung der Anlage im Jahr 2001 habe unter anderem die Reduzierung der Kapazität der Anlage deren Wirtschaftlichkeit beeinflusst. Durch die jetzt vorgesehene Sanierungsmaßnahme könne man etwa 20 Prozent Energie einsparen, so der Planer.
Umbauarbeiten seien für den Belüfteraustausch kaum nötig. Die Belebungsbecken könnten für die Arbeiten wechselseitig außer Betrieb genommen werden.
Mit 32 000 Euro veranschlagte der Planer die Erneuerung der Pumpenausrüstung im Zwischenpumpwerk. Dort müssten drei verschlissene Tauchmotorpumpen demontiert und erneuert werden.
80 000 Euro werde die Sanierung des Pumpwerks Neyer kosten, das bereits 1974 errichtet wurde. „Die komplette Abwasserhebeanlage ist zerschlissen“, so Schütte. Die Sanierung lohne nicht. Außerdem sei die Förderleistung viel zu hoch. Das sei eine relativ große Maßnahme, weil sie unter anderem die Demontage der gesamten Steuertechnik beinhalte.
80 000 Euro müssen auch in das Pumpwerk an der Haarstraße investiert werden. Es fördert Rohabwasser zur neuen Kläranlage. Bei Havariefällen könne das Rohabwasser aus dem Gewerbegebiet aber auch in das Havariebecken der alten Kläranlage gefördert werden. Dort seien die Grundlastpumpen verschlissen, deren Generalüberholung aber fast so teuer wäre, wie neue. Außerdem müsse auch dort die Förderleistung angepasst werden auf eine geringere Förderhöhe und -menge.
Die Kleinpumpwerke in Espel fördern das Mischwasser aus der Ortslage Espel über das Hauptpumpwerk am Raumühlenweg und eine fünf Kilometer lange Druckrohrleitung zum alten Klärwerk Recke. Eingebunden sind dabei folgende Druckluftpumpwerke: Pumpwerk Mayjohann, Pumpwerk Affing, Pumpwerk Visse und Pumpwerk „Im Brink“.
Wegen der hohen Betriebs- und Unterhaltungskosten soll die pneumatische Abwasserförderanlage ersetzt werden sowie die komplette Rohrleitungsinstallation.
Künftig soll es noch ein Druckluftpumpwerk geben, zwei Kreiselpumpwerke und entweder vier Kleinpumpwerke oder drei Kleinpumpwerke und den Neubau eines 115 Meter langen Freigefällekanals, wodurch das Pumpwerk Affing verzichtbar wäre.
Die Investitionskosten dieser Maßnahme liegen, je nach Ausführungsvariante zwischen 153 000 und rund 189 000 Euro.
Haushaltsmittel für diese Maßnahmen wurden für dieses Jahr in den Etat enigeplant. Der Bauausschuss stimmte den Maßnahmen einstimmig zu.

Tel: 05451 933 251
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