
Radarpistole trifft den Nerv
Die Polizei will verschärft Geschwindigkeitskontrollen durchführen. Am Freitag beginnt der 24-Stunden-Blitz-Marathon, der bis Samstag dauert. Unter anderem wird in Mettingen (L 599) gemessen und in Ibbenbüren (B 219). Weniger Unfallopfer seien das Ziel, nicht mehr Knöllchen, betont die Polizei.
RECKE. Die Polizei will verschärft Geschwindigkeitskontrollen durchführen. Heute beginnt der 24-Stunden-Blitz-Marathon, der bis Samstag dauert. Unter anderem wird in Mettingen (L 599) gemessen und in Ibbenbüren (B 219). Man will Einfluss auf die Fahrgeschwindigkeit nehmen. Weniger Unfallopfer seien das Ziel, nicht mehr Knöllchen, betont die Polizei.
Vor einigen Tagen wurde an der Mettinger Straße in Recke-Espel gemessen (wir berichteten). Zu dieser Geschwindigkeitsmessung gab es im Internetauftritt unserer Zeitung eine lebhafte Diskussion. So gab es einerseits deutliche Verfechter der Messung.
So rät zum Beispiel jemand mit dem Nutzer-Namen „Sacksammler“, dass man sich doch einfach an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten könne. Er fahre selbst sehr gerne schnell, „nur halt eben da, wo es auch erlaubt ist.“ Zwar räumt er ein, dass es häufig die Anwohner selbst seien, die sich nicht an Tempolimits halten, aber: „Ich wünsche allen Tempo- und Verkehrssündern durch ihr egoistisches Verhalten einen leeren Geldbeutel und den Verlust ihrer Fahrerlaubnis.“ Der Nutzer „Hans“ meint dagegen „... solange die Polizei mit der ,Radarpistole’ unterwegs ist, können die Graffitisprayer ja in Ruhe euren Ortskern verschönern.“ Er ist der Auffassung, das Blitzen sei „Wegelagerei“.
Die Polizei kontrolliere überall dort, wo „möglichst viele Euros und Führerscheine abgegriffen werden können“, meint ein anderer User. „Replica“ meint dagegen, wer in Ortsdurchfahrten zu schnell fährt, „soll nicht jammern, wenn er ein Ticket kriegt“.
„Hans“ merkt dazu an, er hoffe, dass sich die über die Messung hocherfreuten Anwohner überall anderswo, „vor allem aber vor meiner Haustür“, an die zulässige Höchstgeschwindigkeit halten. „Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein.“
Ein Zeitungsleser meint, das Schild mit der Geschwindigkeitsbegrenzung 70, das – von Recke kommend – kurz vor dem Ortseingang Espel steht, sei irritierend. Davon gehe „das direkte Signal aus: hier sind 70 erlaubt, wobei man möglicherweise nicht so schnell realisiert, dass das Ortsschild diese Erlaubnis umgehend aufhebt“.

Tel: 05451 933 251
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Kommentare (3)
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Die erwähnten 70 sind übrigens der Normalfall, wenns von 100 in den Ort geht. Ich wüsste auf Anhieb keine Stelle, an der das nicht so ist ... Fachleute nennen das glaub ich Geschwindigkeitstrichter, den sieht man auch auf der BAB, etwa wenns in Baustellen reingeht.