Recke
Fürstenbergschule
25.01.2012

Schulpsychologisches Beratungsangebot wird um ein Jahr verlängert

Große Hilfe auch bei kleinen Problemen: Für ein weiteres Jahr wird alle 14 Tage der Diplom-Psychologe und Kinder- und Jugendpsychotherapeut Wilhelm Reiners vom Caritasverband Tecklenburger Land an der Fürstenbergschule in Recke sein.

Recke. Oft sind es kleine Probleme, mit denen Schüler, Lehrer oder auch Eltern zu dem Psychologen Wilhelm Reiners kommen. „Aber auch scheinbar kleine Probleme können eine unheimliche Wirkung haben“, sagt Michael Kamlage, Leiter des Fürstenberg-Gymnasiums.

Umso erfreulicher ist es für Fürstenberg-Realschule und -Gymnasium, dass der Diplom-Psychologe und Kinder- und Jugendpsychotherapeut Wilhelm Reiners vom Caritasverband Tecklenburger Land für ein weiteres Jahr alle 14 Tage in die Schule kommen wird, um dort eine offene Sprechstunde anzubieten.

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RWE Deutschland hatte das Beratungsangebot auch schon im vergangenen Jahr mit 4500 Euro unterstützt und setzt dieses Engagement jetzt für ein weiteres Jahr fort. „Das Beratungsangebot ist fester Bestandteil der Schule geworden“, meint RWE-Kommunalbetreuer Thomas Jablonski. Träger des Projektes ist der Förderverein der Schule.

60 Stunden im Jahr hat Wilhelm Reiners an der Schule zur Verfügung. Im vergangenen Jahr hätten sich während dieser Zeit 20 Schüler an ihn gewandt. Fünf seien mehrfach gekommen, einmal kam eine Gruppe von vier Schülerinnen, die sich um eine Mitschülerin sorgte und wissen wollte, wie deren Verhalten einzuschätzen sei.

„Vieles lässt sich gleich hier im Gespräch klären“, sagt Reiners, aber in vielen Fällen könne er auch an geeignete Fachstellen weitervermitteln. So habe er eine 17-Jährige, die ihm sehr belastet erschienen sei, an eine Kollegin in der Beratungsstelle in Ibbenbüren weiterverwiesen, was diese auch wahrgenommen habe.

Eltern riefen ihn meist während seiner Sprechstunde in der Schule an. Zum Gespräch kämen sie meist lieber nach Ibbenbüren in die Beratungsstelle, sagt Reiners. Insgesamt zehn Elternpaare hätten sich angemeldet und in mehreren Fällen habe sich daraus eine längerfristige Beratung ergeben, die er an Kollegen weitervermittelt habe. Und auch Lehrer wendeten sich an den Psychologen.

Inhaltlich gehe es am häufigsten um Schulprobleme, meist um Leistungsfragen, zum Beispiel Konzentrationsschwierigkeiten, sagt Reiners. Manchmal handele es sich aber auch um Probleme durch Trennung der Eltern, durch Alkohol- oder psychische Probleme der Eltern oder durch die Situation in einer Patchworkfamilie. Auch Probleme mit Lehrern („Ich fühle mich falsch eingeschätzt.“) gehören zur Palette, ebenso wie Mobbing und Ausgrenzung.

Bei Eltern gehe es meist um Leistungsverweigerung („Mein Kind macht keine Hausaufgaben“). Aber auch Themen wie Pubertät, Mobbing oder Trennung.

In Wilhelm Reiners habe die Schule nicht nur einen kompetenten Berater gefunden, sondern sei durch ihn und den Caritasverband auch eingebunden in ein Netzwerk von Beratungsstellen, sagen die Schulleiter. Aus Sicht des Caritasverbandes hat das schulpsychologische Beratungsangebot bei Schülern und Eltern die Hemmschwelle zur Inanspruchnahme von Beratung erheblich gesenkt.

Und: „Wir machen hier mal etwas, das weggeht von der Komm-Struktur“, sagt Johannes Rott vom Caritasverband.

Ernst Krug, Leiter der Fürstenberg-Realschule, weist darauf hin, dass das schulpsychologische Angebot Teil eines bestehenden Netzwerkes sei, zu dem auch die Beratungslehrer gehören. Neben diesen sei der Schulpsychologe als einer, der außerhalb des Systems steht, eine wertvolle Ergänzung. Beratungslehrer Christian Kipp meint, dass durch das Angebot die Sensibilität bei Schülern, Eltern und Kollegen zugenommen habe. „Das bietet einen sehr guten Ansatz, frühzeitig einzugreifen.“

Autor: Cornelia Ruholl
Tel: 05451 933 251

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