Vorfreude auf das „Fest“

Erstmals in der Vereinsgeschichte im Halbfinale: Vor dem Spiel gegen Bischmisheim zeigten Spieler und Trainer von Union Lüdinghausen, was in vier Wochen Sache ist.Foto:
Erstmals in der Vereinsgeschichte im Halbfinale: Vor dem Spiel gegen Bischmisheim zeigten Spieler und Trainer von Union Lüdinghausen, was in vier Wochen Sache ist.Foto:
(mkle)


Lüdinghausen - Auch ohne den Rückzug des FC Langenfeld hätte Badminton-Erstligist Union 08 Lüdinghausen die Play-Off-Spiele um die Deutsche Meisterschaft erreicht. Denn das Team siegte am Samstag bei der SG EBT Berlin deutlich mit 6:2. Respekt haben sie ihrem künftigen Halbfinalgegner BC Bonn-Beuel allerdings nicht einjagen können. Denn die Steverstädter verloren tags darauf das letzte Spiel der Vorrunde gegen den amtierenden Deutschen Meister BC Bischmisheim deutlich mit 0:8.

„Halb so schlimm“, meinte Lüdinghausens Teammanger Michael Schnaase nach der Höchststrafe in der trotz der geringen Bedeutung des Spiels gut gefüllten Antonius-Halle. „Natürlich hätten wir gerne das eine oder andere Spiel gewonnen“, sagte Jan-Sören Schulz, der am Sonntag seinen 24. Geburtstag feierte, sich aber beim Einspielen verletzt hatte. So ging er gehandicapt in sein zweites Doppel an der Seite von Kristian Karttunen. Drei Sätze boten sie dennoch ein klasse Match, hatten aber wie alle anderen Mitspieler letztlich das schlechtere Ende für sich.


Überhaupt spielten die Lüdinghauser in fast allen Begegnungen gegen die mit Nationalspielern gespickten Bischmisheimer gut mit. Aber der letzte Tick fehlte halt - möglicherweise auch, weil schon ein wenig die Luft raus war. Dagegen traten die Gäste überaus motiviert an. Sie wollten noch den BC Beuel vom ersten Tabellenplatz verdrängen, den ihn die Bonner am Tag zuvor durch einen 5:3-Sieg abgeluchst hatten.

Doch selbst der klare Erfolg gegen Union 08 reichte dem BC Bischmisheim nicht. Denn zeitgleich siegte Bonn gegen Berlin mit 8:0. So trifft Union 08 im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft am letzten März-Wochenende auf den BC Beuel. „Ein sehr schwerer Gegner“, meint Michael Schnaase. „Aber wir haben nichts zu verlieren.“

Apropos Berlin: Wiederum trat das Team gegen Lüdinghausen und in Beuel nur mit einer Rumpfmannschaft an. Daheim gegen Lüdinghausen fehlten die Ex-Unionisten Josche Zurwonne und Juliane Schenk. Nur der polnische Nationalspieler Michael Logoz und der malayische Spitzenspieler Chonng Wong traten von der eigentlichen ersten Mannschaft an. Letzterer sorgte dann auch für die beiden Punkte gegen die Lüdinghauser, wobei sich Yuhan Tan im ersten Einzel sehr achtbar bei seiner 18:21, 19:21-Niederlage schlug.

Ansonsten ließen die Lüdinghauser in der Bundeshauptstadt vor einer schwachen Kulisse nichts anbrennen. „Das war kein Vergleich zu unserer tollen Atmosphäre bei den Heimspielen“, berichtete Laura Ufermann, die bei beiden Spielen an der Seite von Hendrik Westermeyer wieder ein tolles Mixed bot.

In vier Wochen steigt das Halbfinale. „Das wird ein Fest“, freut sich Union-Veteran Otto Igel auf die Halbfinal-Premiere.


01 · 03 · 10



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