Film:
Gegen die Wand
Hinweis:
Super
Drama, Deutschland 2004,
Regie:
Fatih Akin,
Buch:
Fatih Akin,
Kamera:
Rainer Klausmann,
Musik:
Lisa Carbon,
Marc Chung,
Andrew Eldritch und Frank Ziegert,
Produzent:
Stefan Schubert,
Fatih Akin,
Ralph Schwingel,
Andreas Thiel,
Mehmet Kurtulus.
Mit:
Birol Ünel,
Sibel Kekilli,
Catrin Striebeck,
Güven Kiraç,
Meltem Cumbul,
Guven Kirac,
Metlem Cumbul,
Cem Akin,
Aysel Iscan,
Demir Gökgöl,
Stefan Gebelhoff,
Hermann Lause,
Mehmet Kurtulus,
Adam Bousdoukos,
Ralph Misske,
Tim Seyfi,
Philipp Baltus,
Orhan Güner,
Francesco Fiannaca,
Andreas Thiel,
Monique Akin,
Idil Üner,
Selim Erdogan.

Entdecken die Liebe: Birol Ünel und Sibel Kekilli
Der 40-jährige Cahit ist durch einen Schicksalsschlag zum Alkoholiker geworden und rast im Rausch gegen eine Wand. Dieser Selbstmordversuch bringt ihn in die geschlossene Abteilung eines Krankenhauses. Hier lernt er die junge Türkin Sibel kennen, die sich die Pulsadern durchgeschnitten hat. Da sie den traditionellen Zwängen ihrer Familie entfliehen will, heiratet sie zum Schein Cahit. Dann passiert das, was passieren musste: Mehr und mehr fühlen sich die beiden zueinander hingezogen. Als dann Cahit auch noch Eifersucht zeigt, steuert die Beziehung auf eine Katastrophe zu...
Der Hamburger Filmemacher Fatih Akin beweist mit diesem sensibel und äußerst kraftvoll erzählten Drama erneut, dass er derzeit einer der besten deutschen Filmemacher ist. Diese tragische Liebesgeschichte erhielt zu Recht in Berlin den Goldenen Bären. Hier merkt man Akins Vorliebe für spanischsprachige Filme: starke Darsteller, eine realistische Story ohne schmalzige Schnörkel, ein direkter Umgang mit Sexualität und eine packende Erzählstruktur fesseln den Zuschauer von Beginn an. Nebenbei ist es völlig egal, ob die Hauptdarstellerin Sibel Kekilli vorher offenbar in sechs Pornofilmen mitgewirkt hat. Allein ihre durchweg überzeugende Leistung zählt! Das sah die Jury des Deutschen Filmpreises und die des Europäischen Filmpreies ebenso, die Akins Werk jeweils als besten Film auszeichneten.
Foto: Timebandits